So wenige Sozialhilfeempfänger wie 2012 gab’s nicht mehr

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Wegen der Teuerung werden die Mietbeiträge und die Sozialhilfe angepasst.

Weniger Sozialhilfe trotz Inflation

Obwohl die Inflation letztes Jahr bei 2,1 Prozent lag, brauchen in Liechtenstein weniger Leute Sozialhilfe. 2023 war der Bedarf an wirtschaftlicher Sozialhilfe so niedrig wie seit 2012 nicht mehr. Damals waren 487 Haushalte auf Hilfe angewiesen, im letzten Jahr 497. 2017 erreichte die Zahl mit 642 Haushalten ihren Höchststand. Seitdem sinkt die Sozialhilfequote von 2,7 Prozent 2017 auf 1,9 Prozent 2023. Die Ausgaben für wirtschaftliche Sozialhilfe reduzierten sich auf 5,58 Millionen Franken, 7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Unerklärlicher Trend

Das Gesellschaftsministerium kann den Trend nicht genau erklären. „Gute Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation und professionelle Hilfe tragen sicher dazu bei“, heißt es. Gründe für Sozialhilfe sind vielfältig, oft betrifft es Alleinlebende oder Zwei-Personen-Haushalte.

Arbeitslosigkeit und Working Poor

Arbeitslosigkeit treibt die meisten ins Amt für Soziale Dienste, 120 Personen letztes Jahr. 107 Personen brauchten Hilfe trotz Job, vier davon als „working poor“. Teilzeit- und Selbstständige sind auch betroffen. 61 Alleinerziehende erhielten Unterstützung, weil das Einkommen nicht reichte. 89 Personen konnten wegen Beeinträchtigungen oder Suchtproblemen nicht arbeiten.

Junge Menschen und Mietbeiträge

15 Prozent der Hilfeempfänger sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, oft wegen Arbeitslosigkeit oder Ausbildung. Der Staat unterstützte 231 Haushalte mit 1,9 Millionen Franken an Mietbeiträgen, um steigende Energiepreise abzufedern.

Mehr Anträge auf Prämienverbilligung

Die Anträge auf Prämienverbilligung stiegen um 15 Prozent auf 6575, wovon 5535 Versicherte Unterstützung erhielten. Die Kosten beliefen sich auf 12,5 Millionen Franken, wodurch sich die Krankenkassenprämie im Schnitt um 189 Franken pro Person für 2024 reduziert. Eine politisch gewünschte Entwicklung, da nun mehr Anspruchsberechtigte ihre Rechte nutzen.

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