Smoothe A Cappella-Vibes mit Apollo 5

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(Bild: Das britische Vokalensemble Apollo 5 will mit Musik und Storytelling die Seele ansprechen.)

Vibe des Abends

Im Rahmen der «Erlebe SOL»-Reihe performte erstmals ein reines Vokalensemble mit dem Sinfonieorchester: Apollo 5 aus London, benannt nach dem griechischen Gott der Musik. Line-up: Penelope Appleyard (Sopran), Lily Robson (Mezzosopran), Thomas Mottershead (Tenor), Oli Martin-Smith (Tenor) und Augustus Perkins Ray (Bass). Das Programm «Anam» zielte darauf, «die Seele anzusprechen» und wollte mit Musik und Storytelling «etwas in uns anregen, ermutigen und Trost und Kraft spenden».

Sacred to Soft Aesthetic

Der Start mit William Byrds «Vigilate» lieferte sakrale Vibes, die sich dynamisch und kräftig, aber trotzdem leicht entwickelten. Danach zwei italienische Pieces über «enttäuschte Liebe, gebrochene Herzen und Rastlosigkeit». Rheinbergers «Ave Maria» kam zart und «beinahe zerbrechlich» daher, mit Bass-Spotlight. Lucy Walkers «My heart, my God, is steadfast» bot «ein wunderschön funkelnder Sopran» und Harmonien, «die sich mal aneinander rieben, mal wunderschön erleichternd auflösten». Finzis «My spirit sang all day» klang «hell und voller lebensfroher, optimistischer Energie», gefolgt von einem introvertierteren «My soul, there is a country».

Celtic und Nature Mood

Die Route führte weiter nach Schottland: Das traditionelle «The Parting Glass» erzeugte bittersüsse Abschiedsstimmung «voller Liebe füreinander und Freude auf ein Wiedersehen». «Johnny Cope» setzte mit humorvollen Rhythmen die Story von der Niederlage gegen die Jakobiten in der Schlacht von Prestonpans um. Der titelgebende Track «Anam» erschien als gälisches Gebet: «Ätherisch, einnehmend, spirituell». Mit dem irischen «Am gaeth i m-muir» wurde die Power der Natur in einem tänzerischen, rustikalen Setting gefeatured.

Pop-Covers und Feelgood-Finale

Im letzten Block wechselte Apollo 5 in den Pop-Mode: Elton Johns «Your Song» erschien in einem «frischen und innigen Arrangement» und löste «zufriedene Seufzer» aus. «Lovely Day» von Bill Withers und Blake Morgan sowie «Only You» von Vince Clark und Alison Moyet kamen «erfrischend daher und verbreiteten gute Laune». «Mit einem entzückenden ‘Wildflowers’ rundete das Vokalensemble das Matinée-Programm ab und verabschiedete sich schliesslich mit einem inspirierenden ‘Auld Lang Syne’ vom begeisterten Publikum.»

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