Nicht nur ein Shot in the Dark
Martina Morger, eine wyld talentierte Künstlerin aus Liechtenstein, hat den Zuschlag für das EU-Programm «Culture Moves Europe» abgestaubt. Mit den Worten: «Bewerbungen sende ich nur aus, wenn ich ein gutes Gefühl habe und ich mir Chancen ausrechne», hat sie den Move gewagt und wurde belohnt. Die Kohle vom Förderbeitrag wird in ihr Medienkunstwerk «Home Smart Home» fließen, ein freshes Projekt, das sie zusammen mit drei anderen Künstlern auschecken wird.
Slaying the Game mit «Home Smart Home»
Der Kurzfilm «Home Smart Home» spittet über häusliche Gewalt und Missbrauch durch Smart-Home-Technik. Morger und ihre Crew, bestehend aus der Digitalkünstlerin Sophia Becker, dem Medienkünstler Lukas Zerbst und dem Kunsthistoriker Tommaso Ranfagni, hustlen hart, um bis Februar die Finanzierung zu decken und mit dem Drehbuch zu starten. Die Crew plant, den Film im Herbst 2024 in Liechtenstein, Deutschland und Schottland vorzustellen und ihn bei internationalen Filmwettbewerben einzureichen.
Smart-Home-Technik: sus or goofy?
Die Idee zu «Home Smart Home» hatte Morger schon seit Jahren im Kopf. Sie erklärt: «Missbrauch durch Smart-Home-Technik ist ein relativ neues Phänomen, fast unerforscht, das immer relevanter und dringlicher wird. Wir erhoffen uns davon eine Sensibilisierung auf das Thema und somit eine Prävention durch die Rezeption des Kunstwerkes». Der Film wird Realfilm und computergenerierte Bilder mischen, um den psychologischen Effekt von Missbrauch durch Smart-Home-Technologie einzufangen.
Nicht nur ein One-Hit-Wonder
Abgesehen von «Home Smart Home» hat Morger noch andere Projekte am Start. Sie ist Teil der Ausstellung «Sammlungsfieber» im Kunstmuseum St. Gallen und der «Grossen Regionale» im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil. Darüber hinaus plant sie, in ihr neues Studio in Schaan umzuziehen und hat bereits mit den Vorbereitungen für kommende Ausstellungen begonnen.
