Tiny Houses: Minimalistischer Hype mit Real-Life Struggle
Tiny Houses werden in Liechtenstein und der Schweiz heftig gefeiert – flexibles, minimalistisches Wohnen klingt für viele nach dem next big thing. Christian Graber bestätigt: „Ja, auf jeden Fall. Immer wieder kommen Kunden auf uns zu und wollen mit uns ein Tiny House realisieren.“ Die Vibes: Weniger Kosten, mehr Nachhaltigkeit, „reduce to the max“. Trotzdem sind die Bauhürden insane: „Der Gesetzgeber kennt kein Tiny House oder Mikrowohnen, diese Projekte werden als klassische Einfamilienhäuser eingestuft und deshalb werden daran die gleichen baugesetzlichen Anforderungen gestellt wie an einen normalen Hausbau“, so Natalie Fussi.
Reality Check: Bauvorschriften killen den Flow
Abstellplatz, Mindestbreite für Treppen und hohe Anschlusskosten machen den Bauprozess für Tiny Houses zum echten Pain. „Teilweise ist der Aufwand zur Erfüllung aller Vorgaben…fast grösser als bei einem klassischen Einfamilienhaus“, meint Graber. Fussi legt nach: „Der Gesetzgeber hat noch nicht auf diese neue Wohnform reagiert, ist noch nicht bereit dafür.“ Fazit: Tiny Houses sind nice, aber nur wer ready für Bürokratie und Planungsstress ist, kommt ans Ziel.
