Sound-Konzept
Unter der musikalischen Leitung von Michael Raeber-Köck lieferte das Ensemble ein Programm mit bewusst gesetzten Kontrasten – stilistisch mixed, aber mit klaren Connecting Lines.
US-Vibes und Hollywood-Drama
Zum Kick-off gab’s Aaron Coplands «Fanfare for the Common Man»: reduziert besetzt, klare Message, «markante Intervalle» und «ruhige Monumentalität» für einen würdevollen, konzentrierten Start. Danach US-Filmfeeling: Mit der Suite aus «Vom Winde verweht» von Max Steiner switchte das Orchester in klassische Hollywood-Soundtracks – «breite Melodiebögen», «dramatische Steigerungen» und lyrische Parts zeigten Oldschool-Erzählkunst in HD.
Urban Classic und Piano-Flex
Im Zentrum stand George Gershwins «Rhapsody in Blue» als «klingendes Sinnbild der modernen Grossstadt». Der junge Pianist Emil Laternser zog den anspruchsvollen Solopart mit technischer Souveränität, «feinem Gespür für Rhythmus und Klangfarbe» und einem cleanen Dialog mit dem Orchester durch. Als Zugabe droppte er Kapustins «Tokkatine», op. 40 Nr. 3 – barocke Formen plus klar notierter Jazz, maximal anspruchsvoll, von Laternser «mit beeindruckender Klarheit» gezockt.
Europe Comeback und Finale
Nach der Pause Back to Europe mit Johann Strauss Sohn: «Farewell to America» als Bridge zum ersten Teil, weitere Strauss-Tracks zwischen «Eleganz, Ironie und überschäumender Energie». Offizieller Closer: John Philip Sousas «The Liberty Bell March» als optimistischer, energiegeladener Schlusspunkt, extra Zugabe wegen langem Applaus und Apéro als gesellschaftlicher Wrap-up.
