Sie wollte, dass die Tiefgarage mit Menschen lebendig wirkt

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First Project: Tiefgarage Vaduz

2018 droppt Luigi Olivadoti sein erstes grosses Kunst-am-Bau-Projekt für die Tiefgarage, das Treppenhaus und den Eingang an der Wuhrstrasse 30 in Vaduz – Landeswerkhof plus Einsatzzentrale vom Roten Kreuz. Vorgabe: Local Vibes only.
«Das war in einer Zeit, in der ich häufig Menschen abgezeichnet hatte», erklärt er.
Er entwickelt eine Storyline mit Leuten, die im Gebäude ein- und ausgehen: Vater mit weinendem Kind, Mutter bei den Samaritern, Werkhof-Mitarbeiter mit Müllsack. «Mir war wichtig, dass die Tiefgarage lebendig wird.»
«Ich wollte es wie einen Comic erzählen, der skizzenhaft bleibt.»
Mit Photoshop-Visuals gewinnt er den Wettbewerb, trotz Nervosität: «…und ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich auf Anhieb gewinne».
Die ursprünglich bunten Zeichnungen werden in Absprache schwarzweiss: «Es war ein intensiver, aber auch konstruktiver Austausch.»
Zur Malerei direkt auf die Wand sagt er: «Ich hatte grosse Angst, dass es nicht mehr weggeht, wenn ich etwas falsch male» und spricht von einem «riesiges Projekt mit viel Planung und eine coole Erfahrung.»

Second Project: Tiefgarage Mauren

2022 folgt die Doppelturnhallen-Tiefgarage in Mauren, seinem Heimatort, angefragt von Vorsteher Freddy Kaiser. Der ursprüngliche Wanddeal im Saal floppt: «…weshalb das Projekt gestorben ist.»
Im Parking-Eingangsbereich geht er dann full creative: «Ich habe mir viel mehr Freiheiten genommen und die Figuren noch viel farbiger und wilder gezeichnet als in Vaduz. Dadurch sind sie viel ausdrucksstärker geworden.»
Mit Projektor werden die Figuren an die Wand geballert, Konturen nachgezogen: «Dadurch kamen sie viel lebendiger heraus, weil sie genauso geworden sind wie die Vorlage.»
Wegen Zeitdruck holt er Vater und Friends ins Boot und arbeitet fast wie ein Art Director: «Das war sehr effektiv. Doch ich habe am Schluss höchstens zwei Figuren selbst ausgemalt.»
Trotz Hektik: «Es ist jedoch ein sehr schönes Gebäude geworden und es hat Spass gemacht, die Figuren zu zeichnen.»

Emotionaler Fokus und Legacy

Auf die Frage nach seinem wichtigsten Projekt entscheidet er sich klar: «Mauren liegt mir mehr am Herzen, weil ich dort aufgewachsen bin und dort zur Schule ging.»
Seine Eltern feiern das Resultat: «Am Anfang sind sie mit allen Bekannten zur Tiefgarage gefahren, um ihnen meine Arbeit zu zeigen.»
Er selbst zur Wirkung seiner Murals: «Ich finde die Vorstellung cool, dass ich mit meinen Bildern etwas zum Gesamtwerk des Gebäudes beitragen konnte.»
Und zum Reach seiner Kunst: «Ein Buch oder ein Magazin sehen vielleicht auch viele Menschen, aber nicht so viele aus Liechtenstein.»

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