„Sicherheit first, no way für Deals“: Vor ner Dekade machte die Geburtenstation Vaduz dicht

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Bye bye, Babyland Liechtenstein

Letztes Jahr haben 228 Kiddies in Liechtenstein das Licht der Welt erblickt, aber nicht im Landesspital. Da ist schon seit fast 10 Jahren Schluss mit Babygeschrei, seit die Regierung und die Spitalleitung die Geburtenabteilung dicht gemacht haben. Ein Move, der bis heute für Gesprächsstoff sorgt.

Safety first, Baby!

Sie haben das nicht aus Jux und Dollerei gemacht, sondern aus Sicherheitsgründen. Das Spital hatte sich an den hohen Standards des Zürcher Modells orientiert, aber um die zu erfüllen, hätte man massiv Personal aufstocken müssen. Nicht nur Ärzte für die Geburten, sondern auch Fachleute für OP-Pflege und Anästhesie, die 24/7 einsatzbereit wären.

Kohle allein reicht nicht

Und selbst wenn das Spital die nötigen Mille vom Staat bekommen hätte, wäre es mega schwer gewesen, die Leute zu finden. Bei rund 200 Geburten pro Jahr wäre das Personal in Vaduz nicht ausgelastet gewesen.

Kein Platz für Kompromisse

Die Verantwortlichen haben es abgelehnt, von den hohen Standards abzuweichen. „Da können die Emotionen noch so hoch gehen“, sagte der damalige Spital-Stiftungsratspräsident Michael Ritter, „wenn es um die Sicherheit von Mutter und Kind geht, dürfen wir keine Kompromisse eingehen“.

Politik zeigt Verständnis

Die Politik hatte Verständnis für die Schließung der Station. Die Idee, dass es möglich sein sollte, Kinder in Liechtenstein auf die Welt zu bringen, stieß bei den Parteien auf wenig Gegenliebe.

Neubau und neue Hoffnung?

2019 kam das Thema wieder auf den Tisch, als die Regierung ihre Pläne für einen Spitalneubau präsentierte. Das Volk gab grünes Licht für das Projekt und einen Kredit von 76,6 Millionen Franken. Aber im Frühling 2022 kamen die Probleme ans Licht und Anfang 2023 musste die Regierung einsehen: Das Spitalprojekt ist mit dem genehmigten Kreditrahmen nicht machbar.

Was nun?

Die Regierung schlug vor, im neuen Spital auf eine Geburtenstation zu verzichten. Aber der Landtag war anderer Meinung und eine Mehrheit sprach sich dafür aus, eine Geburtenabteilung einzuplanen.

Die Entscheidung naht

Der Antrag für den Ergänzungskredit soll im Frühjahr vorgelegt werden. Dann liegt es an den Abgeordneten und wahrscheinlich auch am Volk, ob sie dem neuen Spitalkredit zustimmen. Und damit wird sich auch die Frage klären, ob es wieder eine Geburtenstation im Land geben wird.

Zweifel bleiben

Aber es gibt Zweifel, ob eine eigene Abteilung für 200 Geburten pro Jahr sinnvoll ist. Vergangene Woche sagte der Arzt Markus Anton Risch, dass der Spitalneubau keine eigene Geburtenabteilung benötige: „Auch wenn sie wünschenswert ist, sie kann längerfristig nicht finanzierbar und in der nötigen qualitativen Leistung betrieben werden.“

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