Schweizer AKW-Comeback?
Vor sieben Jahren entschieden die Schweizer: Keine neuen Atomkraftwerke. Jetzt überlegt die Regierung, das Bauverbot zu kippen. Energieminister Albert Rösti möchte das Gesetz reformieren für mehr Technologieoffenheit und inländischen Strom rund um die Uhr. Die Idee kommt nicht überall gut an.
Liechtenstein bleibt grün
In Liechtenstein sieht’s anders aus. Die Klimastrategie setzt voll auf erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik. Generalsekretär Markus Biedermann meint: „Verständlich, dass die Schweiz technologieoffen diskutiert, auch mit neuen Atomkraftwerken.“ 2022 gab’s bei den Liechtensteiner Kraftwerken 0% Kernenergie, 2023 schon 11,15%. Herkunftsnachweise sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. LKW besorgt Kernenergiezertifikate nur im Kundenauftrag und empfiehlt LiStrom-Produkte aus erneuerbaren Energien. „Der 2023-Anteil an Kernenergie kommt von industriellen Abnehmern“, so Biedermann. Versorgungssicherheit heißt: Nachfrage muss gedeckt sein.
Wallner: No-Go für AKWs
Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner ist gar nicht amused über die Schweizer Pläne: „Kernenergie ist nicht nachhaltig oder zukunftstauglich und keine verantwortbare Energiequelle. Die Risiken sind für Vorarlberg, direkt neben der Schweiz, unverantwortlich.“
