Digital Drama an Schulen
In Vaduz tauchten mehrere «Sexting»-Cases im Umfeld von Schulen auf. Laut Daniela Knöpfel, Leiterin Schulsozialarbeit, ist «Sexting (…) unter Jugendlichen kein Randphänomen, sondern Teil ihrer digitalen Realität». Viele Teens fühlen sich beim Verschicken von Pics zu safe, wollen dazugehören, während «den Empfangenden (…) ihre Verantwortung nicht bewusst» ist. Besitz und Weiterleiten von intimen Bildern Minderjähriger bleibt strafbar. Im letzten Schuljahr wurden vier Fälle gemeldet, Knöpfel vermutet jedoch eine hohe Dunkelziffer.
Talk statt Handy-Entzug
Warnungen vor Nacktfotos und Drohung mit Handy-Entzug können laut Knöpfel das Vertrauen killen: «Wer in Not kommt, möchte nicht dafür bestraft werden.» Zentral sei: «Das Wichtigste ist, generell im Dialog zu bleiben und Interesse zu zeigen.»
Mobbing 2.0
Mobbing shiftet zunehmend in den digitalen Space: «Früher gab es eher körperliche Auseinandersetzungen, heute ist es vermehrt psychische Gewalt.» Für Betroffene gibt es «keinen freien Abend, kein Wochenende, keine Ferien mehr».
Support-System und Tech-Safety
Rund 14 Prozent der Gymi-Schüler suchten Hilfe bei der Schulsozialarbeit. Neben Schulpsychologie laufen diverse Projekte zu Mental Health. Schul-Tablets sind via Filter, eingeschränktes YouTube und seit August 2025 via «Jamf Parent»-App reguliert, während weiter an Medienkompetenz und Werten wie Respekt, Fairness und Solidarität gearbeitet wird.
