Schulamt meldet strafrechtliche Ermittlungen gegen vier Personen

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(Bild: Unmittelbar nach der Anzeige des Bildungsministers gegen Amtsleiterin Guerra hatte das Schulamt seinerseits einen ehemaligen Mitarbeitenden angezeigt. Im Zuge der polizeilichen Vorerhebungen sind nun zwei weitere Verdächtige hinzugekommen.)

Crime-Drama im Schulamt

Fünf Monate nach der Anzeige von Bildungsminister Daniel Oehry gegen seine eigene Schulamtsleiterin läuft in Liechtenstein ein amtliches Real-Life-Crime mit mittlerweile vier Verdächtigen. Staatsanwältin-Stv. Brigitte Kaiser bestätigt, dass nach polizeilichen Vorerhebungen zwei weitere Personen ins Visier geraten sind und nun gerichtliche Vorerhebungen beim Untersuchungsrichter laufen.

Auslöser Eschen-School-Event

Trigger war ein eskalierter Zwischenfall Mitte Juni an der Oberschule Eschen. Ein Schulamtsmitarbeiter stoppte einen genehmigten Unterrichtsbesuch der Ex-Lehrerin und DpL-Landtagskandidatin Manuela Hasler. Sie reagierte mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Mitarbeiter und Amtsleiterin Guerra. Guerra erklärte der Regierung, sie sei nicht aktiv involviert gewesen und habe den fehlbaren Mitarbeiter «sogleich abgemahnt». Der Ex-Mitarbeiter legte Chatnachrichten vor und gab an, «auf ausdrückliche Weisung der Amtsleiterin» gehandelt zu haben. Zudem soll Guerra die Abmahnung rückdatiert haben.

Level up: Ermittlungen

Laut «Vaterland» stehen Amtsmissbrauch, Amtsanmassung sowie falsche Beurkundung und Beglaubigung im Raum. Der Untersuchungsrichter kann nun Hard-Measures wie Datenträger-Beschlagnahmen und Hausdurchsuchungen anordnen. Verdächtige wurden befragt, mehrere Zeugen folgen. Danach entscheidet die Staatsanwaltschaft über Einstellung oder Anklage. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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