Lehrstellen-Skills im Stress
Eine Umfrage bei rund 3000 Schweizer Unternehmen zeigt: Lesen, Schreiben und Rechnen sind bei Schulabgängern öfter ein Low-Performance-Thema. Rund drei Viertel der Betriebe bieten Extra-Förderung an; etwa ein Fünftel will wegen des Mehraufwands künftig weniger Lernende ausbilden.
Ähnliche Vibes in Liechtenstein
Wirtschaftskammer-Vertreter Iwan Schurte berichtet von parallelen Entwicklungen: «Daher schlagen sich Bildungsdefizite und veränderte Ansprüche der Jugendlichen zeitversetzt oder parallel auch in den liechtensteinischen KMU nieder». Genannt werden fehlende Ausdauer, Frustrationstoleranz und Zuverlässigkeit. Zudem gilt: «Vielen Jugendlichen fällt der direkte, mündliche Umgang mit Kunden oder älteren Teammitgliedern schwer, da ihre Alltagskommunikation stark auf digitale Kurznachrichten fixiert ist.»
Daten-Check geplant
Die LIHK sieht einzelne Fälle, aber keine belastbaren Daten für ein systematisches Problem. Sie startet deshalb eine Analyse der dualen Berufsbildung. Für Sommer 2027 sind bisher keine weniger Lehrstellen ausgeschrieben. Schurte hält fest: «Das liechtensteinische Gewerbe will eigene Arbeitskräfte ausbilden und wird es weiter tun».
