Schmuck-Upgrade durch die Jahrhunderte

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Back to the Bling-Bling Roots

Die Story vom Schmuck ist fast so alt wie unsere eigene. Wissenschaftler und Archäologen haben rausgefunden, dass sich die Homies schon vor über 100.000 Jahren mit Bling verschönert haben. Schmuck ist einer der ältesten Funde, die wir haben und es scheint, dass die ersten Homo sapiens, die sogenannten „Cro-Magnons“, die ersten waren, die sich aufgebrezelt haben.

Bling-Bling als Statussymbol

Zuerst haben sie ihre Körper mit zerriebenen Pflanzen, Steinen oder Erde bemalt. Später haben sie Schmuck aus Knochen, Zähnen, Fischwirbeln, Federn, Muscheln, Steinen und anderen natürlichen Materialien gebastelt. Auch heute noch schmücken einige Völker sich auf diese Weise. Die getragenen Schmuckstücke waren oft auch Trophäen aus Kämpfen wie zum Beispiel Tierzähne, Hörner oder sogar Zähne von besiegten Feinden. Diese wurden als Kette um die Hüften oder um den Hals getragen. Je mehr Zähne oder Hörner jemand trug, desto höher war sein Status in der Gruppe, bei Rivalen und bei den Frauen.

Archäologische Funde zeigen, dass Schmuck gleichzeitig auf allen Kontinenten entwickelt und getragen wurde. Mit der Zeit bildete sich bei den verschiedenen Völkergruppen eine bestimmte Symbolik aus den Farben und Formen des Schmucks. So konnte man am Schmuck erkennen, welchen gesellschaftlichen Status jemand hatte und zu welcher Gruppe er gehörte. Das half auch dabei, zwischen religiösen, territorialen oder sozialen Gruppen zu unterscheiden.

Von der Natur zum Edelmetall

Die Schmuckherstellung, wie wir sie heute kennen, begann vor etwa 5000 Jahren im alten Ägypten. Damals haben die Menschen die Metallverarbeitung erfunden und Gold, Silber und Bronze für ihren Schmuck verwendet. Besonders Gold war damals sehr beliebt. Die Ägypter waren die ersten, die Gold, Silber und Edelsteine miteinander verknüpften. Sie fertigten daraus prächtige Armreifen, Halsketten, Amulette und andere Schmuckstücke, die nicht nur zur Zierde getragen wurden, sondern auch als Grabbeigaben dienten. Die Toten wurden aber nicht nur mit dem Schmuck, den sie zu Lebzeiten getragen hatten, beerdigt, sondern auch mit speziell angefertigten Schmuckstücken für das Grab. In der Grabstätte von Tutanchamun wurden zum Beispiel neun Tonnen Goldschmuck gefunden.

Eines der beliebtesten Symbole der Schmuckmacher zu der Zeit war der Skarabäuskäfer. Er symbolisierte bei den alten Ägyptern die Sonne und die Schöpfung. Die meisten Schmuckstücke hatten einen starken Symbolcharakter und sollten den Träger vor Unheil und bösen Geistern schützen. Schmuckstücken wie Amuletten und Talismanen wurde eine magische Wirkung zugeschrieben.

Perfektion in der Schmuckherstellung

Im antiken Griechenland und Rom wurde die Schmuckherstellung schließlich zu einer wichtigen Kunst. Die Schmuckstücke waren sehr aufwendig gestaltet und verziert und symbolisierten den Reichtum, die Macht und den Status einer Person.

Im Mittelalter wurde Schmuck dann zu einem beliebten Tausch- und Zahlungsmittel. Besonders Ringe waren damals wichtig. Die Adeligen trugen sie an jedem Finger. Auch die symbolische und mythische Bedeutung des Schmucks war sehr wichtig. Eine Brosche galt als Zeichen der Liebe und ein Siegelring als Zeichen von Macht.

Zur Zeit des Barock und der Renaissance waren Schmuckstücke oft sehr aufwendig. Diese Epoche wurde vor allem durch Frankreich und den „Sonnenkönig“ (Ludwig XIV.) geprägt. Der Schmuck war prunkvoll und teuer und Diamanten sehr begehrt. Edelsteine aus der ganzen Welt traten in den Vordergrund. Rubine, Smaragde und Saphire waren neben den Diamanten ebenfalls sehr beliebt. Die Schmuckherstellung war eine hoch angesehene Kunst und Schmuckhersteller extrem gefragt. Den begehrten Schmuck aus Edelsteinen konnten sich jedoch nur Menschen aus den höheren sozialen Schichten leisten.

Bling für alle

Mit der Industrialisierung kam schließlich eine neue Zeit. Es kamen neue Techniken zur Schmuckherstellung auf, die es ermöglichten, Edelsteine synthetisch herzustellen. Neue Materialien wie Stahl und Plastik erlaubten eine billigere Produktion. Menschen mit weniger Geld konnten sich nun auch den beliebten Schmuck leisten. Die Schmuckproduktion erlebte deshalb einen regelrechten Boom. Der sogenannte Modeschmuck wurde zu einem neuen Trend.

Heute gibt es Schmuck in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen. Für jeden Geschmack und jedes Budget gibt es eine große Auswahl. Es kommen auch immer wieder neue Trends auf, die durch beliebte Fernsehserien, Stars oder Modedesigner weltweit verbreitet werden. So zum Beispiel von der französischen Modeschöpferin Coco Chanel, die 1920 die Perlenkette berühmt machte. Oder später die Namenskette, die von Serienstar Carrie Bradshaw in der Kultserie aus den 90er Jahren „Sex and the City“ getragen und oft kopiert wurde. Berühmtheit erlangte auch die „Heart of the Ocean“-Kette aus dem Film „Titanic“. Nach dem kommerziellen Erfolg des Films gab es ebenfalls viele Kopien der berühmten Halskette mit dem blauen Herzdiamanten.

Die Materialien und Stile, die für Schmuck verwendet werden, haben sich mit der Zeit zwar immer wieder verändert, seine Bedeutung für die menschliche Kultur ist aber weiterhin die gleiche geblieben. Schmuck war und ist weiterhin ein fester Bestandteil des täglichen gesellschaftlichen Lebens. Und auch wenn Schmuck heute vermehrt genutzt wird, um die Individualität zu unterstreichen oder ein modisches Statement zu setzen, gilt er weiterhin auch als Symbol für Reichtum und zeigt den sozialen Status einer Person innerhalb einer Gesellschaft, Gruppe oder Kultur.

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