Musik-Welt ohne Ladies?
Ever noticed, dude? Bach, Mozart, Beethoven, Wagner, Tschaikowski – krasse Komponisten, aber alle Kerle. Warum keine Mädels auf der Liste? Diese Frage hat die 83-jährige Professorin Eva Rieger während ihrer Karriere gepackt.
Girl-Power in der Musik
Die Deutsche, die seit 25 Jahren in Liechtenstein chillt, hat in ihrer Forschung die Geschichte der Frauen in der Musikwelt aufgedröselt. Ihr Buch „Frau, Musik und Männerherrschaft“ war das erste, das die Benachteiligung der Frauen in der Musikwelt aus musikwissenschaftlicher Sicht beleuchtete. Das war vor 40 Jahren und hat damals echt Wellen geschlagen.
Anerkennung für Rieger
Für ihre krasse Arbeit bekommt Rieger heute in Berlin das Verdienstkreuz am Bande. Das ist ein Orden für Menschen, die sich durch politische, wirtschaftlich-soziale oder geistige Leistungen verdient gemacht haben.
Rieger in Liechtenstein
Seit ihrer Pensionierung im Jahr 2000 lebt Rieger in Vaduz, Liechtenstein. Sie ist hier als Feministin, Aktivistin und Mäzenin bekannt. Sie unterstützt den Verein „Frauen in guter Verfassung“ mit Vorträgen und finanziellen Beiträgen. Auch ist sie Präsidentin der Bareva Stiftung.
Riegers Weg
Rieger wurde 1940 als Tochter eines deutschen Pfarrers und einer Bibliothekarin auf der britischen Isle of Man geboren und zog in den 1950er-Jahren nach Berlin. Dort studierte sie Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Anglistik. Sie war akademische Rätin an den Universitäten Göttingen und Hildesheim und Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität Bremen.
