Riesen Buzz, dann krasser Absturz

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NFTs: Der Hype, der Crash und die Afterparty

2021 war ein wyldes Jahr für die Kunstwelt: NFTs – Non-Fungible Tokens, oder „nicht austauschbare Einheiten“ – haben den Kunstmarkt straight up gerockt. Die Dinger wurden plötzlich in Millionenhöhe gehandelt und es war, als wäre jeder dabei, seine eigene Krypto-Kunst zu pumpen. Aber wie bei jedem Hype, gab es auch einen Crash. Leon Boch, Art Director der Galerie am Lindenplatz, hat das kommen sehen. Er sagt: „Ein Hype folgt der logischen Konsequenz, nach einer bestimmten Zeitspanne wieder abzuebben.“

Nach dem Crash: Was kommt als Nächstes?

Nach dem Crash sehen manche die Krypto-Kunst als tot an, während andere immer noch Potenzial und eine Zukunft darin sehen. Leon Boch ist einer von ihnen. Er sieht die geplatzte Blase als Chance, die Spreu vom Weizen zu trennen. „Die Qualität von Kunst hängt aber nicht nur von deren technischen Umsetzung oder Material ab, sondern auch vom künstlerischen Können. Nun verschwindet diese schnell entstandene Kunst wieder vom Markt oder wird zumindest uninteressant“, sagt Boch.

Der NFT-Zug und seine Passagiere

In der Hochphase des Hypes wurde der NFT-Markt von Promis wie Justin Bieber und Unternehmen wie Gucci geflutet. Auch Liechtenstein hat den Zug mitgenommen. „Die NFT-Szene ist in Liechtenstein breit aufgestellt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass der legale Rahmen im Land eine Verwendung und ein Handling im weitesten Sinne zweckmässig erlaubt“, sagt Boch.

Der rasante Aufstieg und Fall der NFTs

Wie konnte dieser rasante Aufstieg und Fall der NFTs passieren? Boch meint: „Viele Einsteiger oder besser gesagt Investoren versprachen sich, hohe Renditen in kurzer Zeit zu generieren.“ Aber heute sind die meisten NFTs wertlos, wie eine Studie der Experten-Gemeinschaft für Blockchain-Technologie „DappGambl“ zeigt. Nur 1 Prozent der Topsammlungen ist heute noch mehr als 6000 Dollar wert.

Investitionen, Risiken und die harte Realität

Investitionen sind immer mit Risiken verbunden. Im Falle der NFTs gilt das besonders, wenn sie nicht wegen der Kunst, sondern mit dem Ziel gekauft werden, schnell Geld zu machen. „Der Kunstmarkt für NFTs verhält sich ähnlich wie der analoge Kunstmarkt: Für Käufer und Investoren, aber auch für die Werke selbst ist es durchaus wichtig, eine hervorragende Provenienz aufzuweisen“, erklärt Boch.

Die Galerie am Lindenplatz und ihre Pläne

Die Galerie am Lindenplatz bleibt gelassen und arbeitet weiterhin mit Künstlern im Bereich der Krypto-Kunst zusammen. Boch sagt: „Wir arbeiten weiterhin mit Künstlerinnen und Künstlern in diesem Bereich zusammen, wobei wir hier die Auswahl der Kunstschaffenden treffen“. Sie planen auch, ihr Netzwerk und ihre Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen auszubauen.

Der wahre Wert der NFTs

Abgesehen vom schnellen Geld haben NFTs einen anderen Mehrwert. Sie ermöglichen einen Echtheitsnachweis und damit auch einen Besitzanspruch für digitale Kunst. „Eine Datei kann als die definitiv originale Datei gelabelt werden“, sagt Boch. „Aber auch Kunst-NFTs haben eine Zukunft“, betont Leon Boch und erklärt: „Da sich immer mehr im digitalen beziehungsweise virtuellen Raum abspielt, wird sich auch der Kunstmarkt dahingehend anpassen und den Erwartungen sowie Anforderungen entsprechen müssen.“

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