Rheinberger sagt, Wissenschaft machen ist nicht ohne

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Vortrag und Gespräch mit Hans-Jörg Rheinberger mit «Und sie bewegt sich doch» im TAK

Brains und Bunsenbrenner: Rheinberger’s Wissenschafts-Remix

Hans-Jörg Rheinberger rockt die Bühne mit seiner Kombo aus Bio, Chemie und Philosophie. Diese Kontraste pushen seine Kreativität, denn: «Beide Welten erfordern eine andere Art zu denken und kreativ zu sein». In den Geisteswissenschaften heißt es lesen, in den Naturwissenschaften: «mit den Händen zu denken». Nach 20 Jahren Mix und Match entstand die Wissenschaftsgeschichte, die er am Max-Planck-Institut in Berlin feierte. Rheinberger ist sicher: «Geschichte zu betreiben, etwas Experimentelles ist. Sie wird immer wieder neu geschrieben.»

Galileo, Gadgets und die große Frage

Der Talk springt in die Renaissance, wo das Unerwartete die Wissenswelt umgekrempelt hat. Rheinberger erinnert an Galileis Zwiespalt zwischen Kohle machen und Forscherdrang: «Ein gut gemachtes Teleskop kann man der Marine verkaufen.»

Experimente: Fail und Erfolg in einem

Experimente sind für Rheinberger ein Geduldsspiel, aus Fehlern lernt man: «Meistens sind die Experimente, die schiefgehen, diejenigen, aus denen man am meisten lernt». Das Experimentieren sei ein never-ending Prozess, manchmal mit Mega-Jumps, oft aber in Slow-Mo.

Wissenschaft heute: Fast und Furious

Das Publikum fragt nach Digitalisierung und KI. Rheinberger warnt: «Wenn das dazu führt, dass die Grundlagenforschung in den Hintergrund gerät, dann haben wir mit unserem Wissenschaftssystem verloren.» Wissenschaft bleibt ein Grauzonen-Game: «Nicht schwarz, nicht weiss, sondern diese Dämmerung, in der alle Katzen grau sind.»

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