Renovierungsprojekt verzögert sich
Die Kapelle St. Sebastian in Nendeln, seit Jahren sanierungsbedürftig, muss länger auf ihre Auffrischung warten. Geplant war der Start im zweiten Halbjahr, doch wie Vorsteher Tino Quaderer gegenüber dem «Vaterland» erklärt, verzögert sich der Beginn um einige Monate. Grund: Die Dachunterkonstruktion ist schlechter drauf als gedacht, daher wird diese jetzt genauer gecheckt.
Historische Herausforderungen
Die Kapelle, 1935 aus Materialien gebaut, die gerade rumlagen, wurde suboptimal saniert und seit über 30 Jahren gar nicht mehr angefasst. Die Gemeinde plant langfristig Investitionen und hat bereits 1,75 Millionen Franken als Kostendach festgelegt. Ein Architekt hat den Sanierungsbedarf analysiert, das Land hilft auch mit.
Sanierungsphasen
Zuerst soll die äußere Hülle und die Umgebung fit gemacht werden, danach der Innenbereich. Das könnte jeweils ein Jahr dauern, oder eventuell parallel laufen, um Zeit zu sparen. Quaderer ist optimistisch, dass Mehrkosten abgefedert werden können.
Ziel: Back to 1935
Die Kapelle soll möglichst wie 1935 aussehen: Biberschwanzziegel aufs Dach, alter Seiteneingang wieder aufmachen. Bauphysikalische Mängel, Feuchtigkeit, Elektroleitungen und Barrierefreiheit sind weitere To-Dos. Auch der Sitzkomfort soll verbessert werden.
Geschichtlicher Hintergrund
Die aktuelle Kapelle wurde 1935 nach Plänen von Josef Steiner gebaut. Die ursprüngliche Bruderschaftskirche, gestiftet 1639 von Wolf Senti und Maria Öhri, musste 1941 der Landstraßenverbreiterung weichen. Der heilige Sebastian, Schutzpatron gegen Krankheiten, steht im Mittelpunkt der Geschichte.
