Money Shuffle 2.0
Der neue Finanzausgleich in der Schweiz bringt freshen Wind: 2024 haben erstmals die Big Player unter den Gemeinden Cash an die Broke-Kollegen abgegeben. Die Stiftung Zukunft.li droppt ihr Fazit: «Die Anpassung sei im Sinne des Erfinders», meint Projektleiter Thomas Lorenz. Auch wenn der Langzeiteffekt noch offen ist, wurden laut Lorenz «die bisherigen systembedingten Nachteile von mittelgrossen Gemeinden beseitigt».
Loser und Winner
Schaan, Vaduz und Gamprin mussten zusammen 19,6 Millionen Franken abgeben. Besonders Schaan musste federn lassen: Statt 35,1 Millionen gab’s nach dem System-Update nur noch 24,4 Millionen Betriebsergebnis. Gleichzeitig haben sieben Gemeinden mächtig profitiert: Wo vorher zusammen 5,6 Millionen Minus standen, gibt’s jetzt 13,7 Millionen Plus. Triesen ist klar der Boss unter den Gewinnern.
Balance oder Overload?
Trotz insgesamt weniger Staatskohle – 33,5 Millionen im vertikalen Ausgleich statt früher 43 – kassieren viele Gemeinden mehr dank horizontalem Swap. Lorenz und Goop fragen: «Trägt der neue Finanzausgleich noch zur angestrebten Balance bei – oder wurde über das Ziel hinausgeschossen?» Und: «Mit der Erhöhung des Finanzausgleichs um beinahe 60 Prozent für die Empfängergemeinden hat der Landtag definitiv einen jährlich wiederkehrenden Goldregen geschaffen.»
