Regierung sieht gerade keinen Need fuer eine Notfallgebuehr

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(Bild: Nur rund 175 Fällen galten 2025 als nicht dringlich.)

Notfall-Bagatellen im Fokus

Der Schweizer Nationalrat plant eine 50-Franken-Fee für Leute, die mit Self-Referral und eigenem Gehvermögen im Spital-Notfall aufkreuzen – Ziel: Kosten cutten und Emergency Rooms entlasten. Das Liechtensteiner Landesspital liefert dazu Local Data: 2025 wurden dort rund 9700 Notfallpatientinnen und -patienten behandelt, nur etwa 1,8 Prozent – rund 175 Personen – galten gemäss Emergency Severity Index als nicht dringend.

Zahlen gegen das Drama-Narrativ

Eine Helsana-Studie schätzt den Anteil solcher Bagatellfälle in der Schweiz 2024 auf 5,2 Prozent, Tendenz leicht sinkend. Die Studie sowie die Zahlen aus dem Landesspital widersprechen damit dem Narrativ von mit Bagatellfällen überfluteten Notfallstationen.

Definition-Drama und Workload

Je nach Study-Setup schwanken die Zahlen: Am Kantonsspital Uri wären mit weiter Definition 56 Prozent der Fälle hausarzt-tauglich gewesen. Gleichzeitig gilt laut Emanuel Schädler: «Unbestritten ist, dass medizinisch nicht oder weniger dringliche Konsultationen in Notfallstationen sowohl die Spitäler als auch das Gesundheitswesen in mehrfacher Hinsicht negativ belasten.»

Fee-Debatte und Folgen für FL

Die Schweiz diskutiert weiter über Social Justice, Bürokratie und Fehleinschätzungen. Der Ständerat hat jetzt den Ball. Für Kantone wäre die Fee optional – Spezialstatus für Liechtensteiner ist laut Schädler nicht zu erwarten: «Es ist nicht davon auszugehen, dass Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner eine Sonderbehandlung in Schweizer Spitälern bekommen werden.»

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