**Privatisierung ist ein No-Go für Radio L**
Die Regierung von Liechtenstein schüttelt den Kopf und meint, eine Privatisierung von Radio L könne nur mit „drastischen Kürzungen der Leistungen und folglich mit Qualitätseinbussen“ funktionieren. Die DpL, die Oppositionspartei, sieht das anders und will das öffentlich-rechtlich organisierte Radio L in die private Medienförderung schieben. Seit 2004 wird der Sender mit Landesbeiträgen finanziert, die aufgrund sinkender Werbeeinnahmen immer weiter steigen mussten.
**Rechenspielchen**
Die Regierung hat ihre Hausaufgaben gemacht und kommt zu dem Schluss, dass eine Privatisierung quasi einer Abschaffung gleichkäme. Mit den geplanten Erhöhungen der Medienförderung könne Radio L mit jährlichen Einnahmen von maximal 740.000 Franken rechnen. Zusammen mit den aktuellen Werbeeinnahmen von 580.000 Franken ergibt das gerade mal 33% der heutigen Gesamtausgaben von 3,9 Mio. Franken. Die Differenz von rund 2,6 Mio. Franken müssten also Investoren oder Gönner stemmen.
**DpL-Initiative könnte in die Hose gehen**
Die Regierung behauptet, die Initiative der DpL würde „de facto eine Schliessung des Landessenders mit weitreichenden Auswirkungen auf die Medien- und Meinungsvielfalt im Land zur Folge“ haben. Zum Schluss entscheidet der Landtag im September, ob Radio L privatisiert werden soll. Wenn nicht, kommt es zur Volksabstimmung. Stay tuned, Leute!
