Status S am Limit
In Liechtenstein läuft 2025 für rund 300 Ukraine-Geflüchtete der Schutzstatus S aus. Ein alter Asylgesetz-Artikel von 2011 würde eigentlich automatisch eine Aufenthaltsbewilligung auslösen – potenziell für rund 480 Personen bis 2028. Die Regierung sieht darin «eine Ungleichbehandlung gegenüber den vorläufig Aufgenommenen» und warnt vor extra Kosten.
Variante 1: Auto-Upgrade, aber pricey
Die erste Option lässt das Auto-Upgrade zur Aufenthaltsbewilligung drin, befristet auf die Dauer der Ukraine-Schutzverordnung. «Mit deren Aufhebung entfällt die Bewilligungsvoraussetzung und ein Widerrufsverfahren wäre einzuleiten.» Dieses Schweizer-Style-Modell wäre «die kostenintensivste Variante».
Variante 2: Dauer-Status, zero Perspektive
Bei Variante zwei wird der automatische Wechsel gekickt, der Schutzstatus einfach verlängert. Laut Regierung biete diese Variante «den Schutzbedürftigen kaum Perspektiven», verlängere die Abhängigkeit vom Asylsystem und erhöhe den Aufwand.
Variante 3: Application only – mit Integrations-Check
Die empfohlene Variante: kein Auto-Upgrade, aber Antrag auf Aufenthaltsbewilligung mit Integrationskriterien wie Job oder eigene Wohnung, gleich wie bei vorläufig Aufgenommenen. Der Staatsgerichtshof entschied, beide Gruppen seien «rechtlich gleich zu behandeln». Offen bleibt, ob Sozialversicherungen für Schutzbedürftige ergänzt oder für vorläufig Aufgenommene gestrichen werden.
