Kopf hoch, Liechtenstein!
Voll sus, aber in Liechtenstein geht’s den Kids und Teens mental nicht so fresh. Uns fehlt’s an genug Hilfe, besonders wenn die Sache richtig brennt. Aber hey, keine Panik, denn Hilfe könnte ganz nah sein, direkt an der Grenze. Da gibt’s die KJPD St.Gallen, die genau in dem Bereich voll dabei sind und den Shitstorm beruhigen könnten.
Was ist da los, bro?
Das Problem ist, sie nehmen uns Ländle-Kids nicht auf, solange wir keine Deal mit denen haben. Aber das könnte sich bald ändern. Wie das Ministerium für Gesellschaft so gesagt hat, gab es schon Gespräche mit den KJPD. Um einen Deal zu machen, brauchen wir „die Bereitschaft zur Zusammenarbeit sowie die Erbringung von Leistungen, die im bisherigen Versorgungsnetz nicht oder nicht ausreichend erbracht werden können“, so Martin Hasler, der Generalsekretär. Vor über 25 Jahren hatten wir schon einen Deal mit den KJPD. Warum der nicht weiter ging, wissen weder die Regierung noch die KJPD, weil’s so lange her ist. Aber das ist laut Hasler auch „nicht relevant“ für die aktuelle Situation.
Die Karten liegen auf dem Tisch
Die erste Bedingung der Regierung scheint erfüllt zu sein, denn die KJPD sind bereit, die Zusammenarbeit zu prüfen. John S. Kusic, Leitender Arzt und Bereichsleiter Angebote Regionen, sagt: „Voraussetzungen sind eine gesicherte Finanzierung unserer Leistungen und genügend Fachpersonal, um weitere Patientinnen und Patienten behandeln zu können.“ Der letzte Punkt wird die Herausforderung sein, da die Situation im Versorgungsgebiet der KJPD (St.Gallen und Appenzell) genau wie in Liechtenstein und anderen Regionen ziemlich angespannt ist.
Zeit für Action
Die Anzahl der Patienten steigt um rund 10% pro Jahr und der Mangel an Fachkräften macht es schwer, Leute für die offenen Stellen zu finden. Kusic sagt: „Aus diesen Gründen stossen auch wir an unsere Kapazitätsgrenzen“. Bei Notfällen wird versucht, am selben Tag oder innerhalb von wenigen Tagen einen Termin zu geben. In anderen Fällen kann es allerdings mehrere Wochen bis Monate dauern, bis die Behandlung beginnt.
Es wird’s Zeit, dass was passiert
Die Gespräche zwischen der Regierung und den KJPD St.Gallen sind die ersten sichtbaren Reaktionen auf den lauten Alarm, den in den letzten Monaten viele Fachleute ausgelöst haben. Die Diskussion über das Psychiatriekonzept der Regierung, das aus Sicht der Betroffenen auf sich warten lässt, ist wieder neu aufgerollt worden durch ein Positionspapier der Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche. Seitdem musste Regierungsrat Manuel Frick drei Anfragen zur Jugendpsychiatrie beantworten.
Let’s go, Leute!
Weil es für viele Landtagsabgeordnete zu langsam vorwärts geht, haben 13 von ihnen ein Postulat eingereicht. Damit soll der Druck auf die Regierung erhöht werden, das Psychiatriekonzept abzuschliessen und notwendige Sofortmassnahmen einzuleiten, um die Lage zu verbessern. Dass alle vier Parteien vertreten sind, unterstreicht die Dringlichkeit des Anliegens. Die laufenden Abklärungen der Regierung mit den KJPD St.Gallen zeigen, dass durchaus gehandelt wird und die Abgeordneten mit ihrem Postulat wohl auf offene Türen stossen werden.
