Reform-Vibes im Health-System
Die liechtensteinische Regierung hat ein Update fürs Gesundheits-Game lanciert: Im Vernehmlassungsbericht zur Abänderung von KVG und GesG stehen ein «Zukunftspaket» und ein «Kostendämpfungspaket» im Fokus, «Versorgung 2030» folgt später. Laut Vorlage ist das «Ziel der nun vorgeschlagenen Änderungen es, Fehlanreize in der Finanzierung abzubauen, die Eigenverantwortung weiter zu stärken und die vorhandenen Ressourcen im Gesundheitswesen wirksamer einzusetzen.»
EFAS und Money-Flow
Core-Feature ist EFAS: Ambulante und stationäre Treatments sollen künftig über denselben Finanzierungsschlüssel laufen – 69 Prozent zahlen die Krankenkassen, 31 Prozent das Land, kostenneutral. Der Risikoausgleich zwischen den Kassen wird gefinetuned, damit unterschiedliche Versichertenstrukturen fairer gedealt werden.
Kostendämpfung und New Roles
Im Kostendämpfungspaket: Push für Generika und Biosimilars, unified Kostenbeteiligung, stärkeres Wirtschaftlichkeitsverfahren, updated Kostenziele und mehr Info über günstige Leistungen und smarte Versicherungsmodelle. Gesetzlich verankert werden zudem Leistungskommission, TARDOC-Begleitung, Labortarif-Adjust zur Schweiz und «Runde Tische». Pflegefachpersonen mit erweiterter klinischer Kompetenz sowie Apothekerinnen und Apotheker sollen deeper in die Grundversorgung eingebunden werden. Deadline für die Vernehmlassung: 17. August 2026.
