Regieren ohne die stärkste Partei – andere Länder zeigen, wie’s geht

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DpL im Aufwind

Die Demokraten pro Liechtenstein (DpL) könnten als heimliche Sieger der Wahlen gelten und sich als Koalitionspartner der großen Parteien anbieten. Ihr Ziel: Regierungsbeteiligung. Parteipräsident Thomas Rehak betont, dass eine dritte Partei in der Regierung Stabilität bringen könnte, indem sie Blockbildungen verhindert und die Bevölkerung besser repräsentiert.

Koalitionsroulette

Alexander Batliner von der FBP zeigt sich gesprächsbereit, auch wenn seine Partei nicht auf Platz eins landet: „In einer Demokratie kann auch ein Zweit- mit dem Drittplatzierten reden.“ Eine Ampelregierung schließt er nicht aus. VU-Präsident Thomas Zwiefelhofer hingegen sieht den Wahlsieger in der Verantwortung, zuerst mit dem Zweitplatzierten zu verhandeln, um Stabilität zu gewährleisten.

Politische Spielzüge

Politexperte Christian Frommelt bleibt skeptisch, dass die DpL in die Regierung kommt. Er sieht mehr Übereinstimmungen zwischen VU und FBP. Dennoch sind die Bürger offen für neue Koalitionsmodelle. In einer Umfrage präferieren 30% eine Allparteienregierung; andere wünschen sich kleinere Koalitionen.

Internationale Parallelen

Ein Blick nach Österreich und Deutschland zeigt, dass auch dort Koalitionen nicht immer dem Wahlergebnis folgen. Österreichs „schwarz-blaue“ Koalition unter Schüssel und Deutschlands erste Ampelkoalition zeigen, wie dynamisch politische Landschaften sein können.

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