Schweizer KKWs und die Gefahr
Schweiz hat fünf AKWs: Beznau 1 und 2, Mühleberg (außer Betrieb), Gösgen und Leibstadt. Beznau, 100 km von Liechtenstein entfernt, liegt in Zone 3 – keine akute Gefahr für die Bevölkerung, selbst bei schwerem Unfall. Langfristig könnte’s Probleme für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung geben.
KKW-Unfall-Szenario
Ein Kühlmittelleitungsbruch löst eine Reaktor-Schnellabschaltung aus. NAZ informiert kantonale und liechtensteinische Behörden. Nach sechs Stunden kommt’s zur Kernschmelze und Freisetzung radioaktiver Stoffe (Stufe 6 auf der INES-Skala). Radioaktive Wolke zieht Richtung Liechtenstein, aber dank 100 km Distanz keine akuten Strahlenwerte über 10 mS.
Maßnahmen und Kommunikation
Behörden checken regelmäßig die Strahlung und machen Pläne für Eskalationsstufen. Bei hoher Strahlung: Schutz im Haus suchen, Lüftung aus, Kinder drinnen halten. Lebensmittel werden gemessen, um Langzeitschäden zu vermeiden. NAZ und BAG informieren regelmäßig, um Panik zu vermeiden.
Langfristige Auswirkungen
Boden im Durchzugsgebiet ist kontaminiert, Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie leiden. Wasserversorgung wird beeinträchtigt, Notwasserversorgung dauert drei Tage, Neuausrichtung Jahre. Mehrere hundert Personen aus der Schweiz suchen Zuflucht in Liechtenstein.
Fakten
– Szenario: „A3“, einmal pro 1 Mio. Jahre
– Todesopfer: keine
– Verletzte: wenige durch Panik
– Umweltbelastung: 25% der Fläche für 10 Jahre
– Kosten: durch Messungen, Versorgung und Kommunikation hoch
– Versorgungsengpässe: Wasserversorgung für 40.000 Personen
Wichtige Zitate
Wolfgang Burtscher: „Jodtabletten blockieren Schilddrüsen-Jod-Rezeptoren und verhindern Schilddrüsenkrebs.“
Fazit
KKW-Unfälle sind selten, aber die Schweiz und Liechtenstein sind vorbereitet. Maßnahmen und Kommunikation sind entscheidend, um die Bevölkerung zu schützen und Panik zu vermeiden.
