Polizei jagt die Goldräuber von Manching

1 Min Read
(Bild: Kriminalhauptkommissar Christian Klein gab Einblicke in die Soko «Oppidum».)

Museum-Realität wie Netflix-Crime

Im Landesmuseum Vaduz dropped Christian Klein, Erster Kriminalhauptkommissar aus Bayern, einen Deep Dive in die Dark Side der Museumswelt. Andrea Kauer Loens setzte den Ton mit: «Kulturgut ist unsere Identität. Wer Museen bestiehlt, bestiehlt uns alle». Klein, Boss für Kunst- und Kulturgutdelikte, lieferte Real-Life-Heist-Story statt Hollywood.

Hightech-Heist in Manching

Am 22. November 2022 wurde im Kelten-Römer-Museum Manching eingebrochen – kurz nachdem Klein erklärt hatte, solche Coups passierten in Bayern «eigentlich nicht». Die Crew kappte gezielt 23 Glasfaserleitungen, 13 000 Haushalte waren offline, Alarme stumm. In nur neun Minuten verschwanden 483 Goldmünzen und ein 217-Gramm-Goldgusskuchen. «Das Museum war eigentlich gut gesichert», so Klein, doch Kameras ohne Recording und Security-Glas mit Brechstangen-Weakness machten den Job easy.

Ermittlungen im XXL-Format

Ohne DNA, ohne Prints stand der Fall «kurz vor der Einstellung». Dann lieferte eine Mini-DNA-Spur an einer Jammer-Antenne den Turn. Muster bei Tools, Outfits und Taten führten zu einer norddeutschen Gang. Ergebnis: 44 Taten, rund 2,5 Millionen Euro Beute, 1,7 Millionen Schaden, Urteile von viereinhalb bis elf Jahren. Über 400 Münzen bleiben missing; Grossrazzia mit Goldspürhunden läuft weiter.

Zum Originalartikel

Leave a comment