Kritik an «too slow» Klimapolitik
Die Solargenossenschaft Liechtenstein (SGL) called out die Regierung für eine «übermässig vorsichtige» Klimapolitik. Im Vernehmlassungsbericht zur Anpassung von Baugesetz und Energiegesetzen fehle laut SGL ein echter Gamechanger für den Ersatz fossiler Heizungen. Die Vorlage biete «keine Lösungen für den dringend nötigen Ersatz fossiler Heizungen».
Hard Facts aus dem Monitoring
Laut Monitoringbericht zur Energiestrategie 2030 laufen 2024 in Liechtenstein noch rund 70 Prozent aller Heizungen fossil – konkret 8001 Anlagen. Der Anteil neu installierter Öl- und Gasheizungen stieg von 26 Prozent (2023) auf 31 Prozent (2024). Zwar halte die Regierung fest, dass «rasch Mittel und Wege» nötig seien, im Bericht fehlten jedoch «jegliche konkrete Ansätze».
Abwrackprämie als Push
Die SGL fordert eine befristete Abwrackprämie für den Umstieg auf Wärmepumpen oder erneuerbare Wärmenetze. «Viele Eigentümer warten ab, obwohl ihre fossile Heizung technisch bereits veraltet ist.» Das Programm solle psychologisch und wirtschaftlich ziehen und ganz ohne Verbote funktionieren.
Money Gap bei Wärmepumpen
Neue Gasheizung: ca. 15’000 Franken. Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Umbauten: rund 40’000 Franken, minus etwa 12’000 Förderung bleibt ein dicker Invest-Gap. Ohne extra marktwirtschaftliche Anreize, so das Fazit, werden die Klimaziele im Gebäudebereich nicht erreicht.
