Pflegebranche feiert sich: „Das hält uns jahrelang im Game“

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Move in der Healthcare-Branche

Die Pflegebranche ist schon länger im Hustle ‚cause of demographischer Wandel und Fachkräftemangel. Die Schweiz hat schon reagiert mit der Pflegeinitiative, besonders im Bereich Bildung. Liechtenstein hat zwar später, aber schneller und wahrscheinlich auch effizienter reagiert. Im November letzten Jahres hat der Landtag die Kohle für Pflegeinstitutionen im Land erhöht, auf Antrag von Einrichtungen wie dem Landesspital, der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe (LAK), der Familienhilfe Liechtenstein und der Lebenshilfe Balzers. 2,3 Millionen Franken extra, um die Pflegeberufe zu pushen. Wie die Kohle genau verteilt wird, war Sache der Regierung. Und jetzt zeigt sich: Die Regierung hat die Vorschläge der Gesundheitseinrichtungen voll übernommen.

Check der Vorschläge

Die Vorschläge der Pflegebranche waren unter anderem höhere Entschädigungen für Dienste an Feiertagen, Wochenenden, Abenden und in der Nacht. Auch die Löhne während der Ausbildung, die Löhne für Quer-/Späteinsteigende und die Zulage für Tätigkeiten unter besonderen Herausforderungen, z.B. in geschützten Stationen für Menschen mit Demenz, sollten erhöht werden. Davon profitieren auch Mitarbeiter der Stiftung Heilpädagogische Hilfe in Liechtenstein, des Vereins für Betreutes Wohnen und des Frauenhauses Liechtenstein.

Review der Pläne

Die Regierung hat die Vorschläge gecheckt und ein externes Unternehmen mit der Analyse der Arbeitsmarktsituation in der Pflege in Liechtenstein im Vergleich zum Ausland beauftragt. Dabei wurden auch die Vorschläge auf ihre Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Verhältnismäßigkeit getestet. Das Ergebnis: Die Maßnahmen werden als zweckmäßig, wirtschaftlich und verhältnismäßig gesehen. Also hat die Regierung entschieden, sie rückwirkend zum 1. Januar 2024 umzusetzen.

Positives Feedback

Kurt Salzgeber, Leiter „Pflege und Betreuung“ und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung der LAK, ist mega happy über die Entscheidung. Er sagt, dass die Analyse zeigt, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen genau richtig sind. Sie seien nachhaltig und sinnvoll, und auch gut dazu geeignet, die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Schweiz zu erlangen. „Das verschafft uns einen jahrelangen Vorsprung, der nötig ist und uns auch für viele Jahre konkurrenzfähig macht.“

Monitoring der Moves

Die Einrichtungen wollen auch prüfen, wie die neuen Maßnahmen wirken. Sie planen ein so genanntes Monitoring auf allen Ebenen. „Es geht nicht nur um die Rekrutierung. Wir hoffen vor allem auch, bewährtes Personal erhalten zu können.“

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