Pflege-Jobs brauchen n Upgrade, warum checkt Regierung’s nicht?

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Pflege-Peeps im Ländle haben den Salat

Also, check das mal: Die Big Four des Pflegebusiness – das Landesspital, die Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe (LAK), die Familienhilfe Liechtenstein und die Lebenshilfe Balzers – sind voll auf dem wylden Trip. Sie wollten, dass dieses Jahr ein neues Gesetz rauskommt, um die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu verbessern. Aber nada, zweimal ist der Gesetzesentwurf in der Regierungssitzung abgekackt. Pech gehabt, dieses Jahr kommt kein neues Pflegegesetz mehr auf den Tisch.

Plan B: Mehr Bling-Bling für Pflege

Jetzt haben die Four einen anderen Move gemacht: Sie haben den Landtag angeschrieben und ihn gebeten, mehr Money für sieben Pflegeeinrichtungen locker zu machen. Insgesamt geht es um 2,3 Millionen Fränkli mehr. Mit der extra Kohle wollen sie die Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter pimpen.

Regierungschef: „Da fehlt was…“

Regierungschef Daniel Risch findet den Move sus: „Das ist schon sehr ungewöhnlich“. Er fragt sich, warum die Regierung zweimal gegen das Pflegegesetz gestimmt hat. Aber er kann keine Details droppen, weil er wegen eines EWR-Meetings in Oslo nicht dabei war. Risch meint, dass man erstmal checken muss, was läuft, bevor man mehr Money in die Pflege pumpt.

Ball an den Gesellschaftsminister

Risch sagt, dass es vielleicht an einer soliden Datenbasis hapert. Und er schiebt den schwarzen Peter an den Gesellschaftsminister, der für die Entscheidungsgrundlagen zuständig ist. Im Schreiben an den Landtag heißt es, dass die Chefs der Pflegebetriebe schon Expertise eingeholt haben.

More Money für Nachtdienste und Co.

Die Pflegeinstitutionen haben drei Wünsche: Sie wollen mehr Geld für Dienste außerhalb der normalen Arbeitszeit, höhere Ausbildungslöhne und eine Sonderzulage für besonders anspruchsvolle Jobs, wie die Arbeit mit dementen Menschen.

Nur noch 14 Fränkli statt 23.80 Fränkli?

Im September hat der Gesellschaftsminister Manuel Frick gesagt, dass die Zulage für Dienste an Feiertagen, Wochenenden und Abenddienste von 6.80 Fränkli auf 23.80 Fränkli steigen soll. Aber in dem Schreiben an den Landtag fordern die Pflegeinstitutionen nur noch 14 Fränkli pro Stunde. Keiner weiß, warum die auf einmal weniger wollen. Aber 23.80 Fränkli wären im regionalen Vergleich zu viel, sagt das Gesellschaftsministerium.

Zulagen in der Schweiz sind nicht besser

In Ostschweizer Kantonen liegt die Zulage zwischen 5.50 und 7 Fränkli pro Stunde. So gesehen ist die Zulage von 6.80 Fränkli in Liechtenstein im Rahmen. Aber das Ministerium sagt, dass das nichts zu sagen hat. In der Schweiz gibt es andere Vorteile für Pflegekräfte, die Liechtenstein nicht hat. Deswegen sind die Arbeitsbedingungen in der Schweiz oft attraktiver. Und in den nächsten Jahren wird die Schweiz wohl noch mehr tun, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Also muss auch Liechtenstein was tun.

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