Full House im Hochgebirge
Auf 2108 Metern läuft die Booking-Liste der Pfälzerhütte already hot: Über 2800 Übernachtungen sind für die neue Saison fixiert, «Die Samstage sind fast alle ausgebucht». Saisonstart ist dank früher Schneeschmelze und Fronleichnams-Weekend bereits am 4. Juni. «Zudem benötigen wir dieses Jahr nicht mehr so viel Zeit für das Einräumen der Hütte, da es unsere zweite Saison ist», so Stefanie Ritter.
Hütten-Vibe und Food-Konzept
Die erste Saison der Pächterinnen gilt als Rekordjahr, «Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen», berichtet Sophia Sandkühler. Fokus: Cleanliness, regionales Essen und cozy Atmosphäre. Abends gab’s ein gemeinsames Vegi-Menü: «Dabei wurde gelacht, erzählt und Handynummern ausgetauscht. Genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten». Fleisch bleibt tagsüber auf der Karte. Trotz 14-Stunden-Tagen: «Und wir genossen die schönen Abende, auch wenn wir nach 14 Stunden Arbeit kaputt waren.»
Team-Upgrade und Kritik
«Ohne Freunde und Familie wäre es nicht gegangen.» Neu supportet ein fünfköpfiges Team, rekrutiert aus über 60 Bewerbungen: «Das ist das schönste Kompliment». Kritik gab es wegen geschlossener warmer Küche an Schlechtwettertagen; Snacks und Zugang blieben jedoch: «Die wenigen Wanderer, die unterwegs waren, konnten in der Gaststube Platz nehmen und auch die Toiletten benutzen».
Pride-Flagge als Statement
Die Rainbow-Flag sorgt im Tal für Talk, auf der Hütte für Support: «Wir haben nur positive Rückmeldungen zur Fahne erhalten». Ziel ist «eine inklusive Kommunikation und Respekt gegenüber allen Gesellschaftsgruppen». Sichtbarkeit sei key: «Genau jene brauchen die Sicherheit, dass sie auf einer Berghütte willkommen sind. Das heisst aber nicht, dass andere ausgeschlossen werden» und: «Das möchten wir ändern.» Die Flagge soll auch dieses Jahr wieder wehen.
