Radio L’s Epic Fail: Gerichtliche Abfuhr und dicke Kohle für Petra Matt
Radio L wurde von der Justiz ordentlich auf den Deckel gehauen, weil sie ihre langjährige Mitarbeiterin Petra Matt einfach so gekickt haben. Das Landgericht hat im Februar entschieden, dass der öffentlich-rechtliche Sender Petra Matt ungefähr 45k Franken zahlen muss. Da steckt eine Entschädigung, eine Art „Sorry-Geld“ und die Kosten für den Prozess drin.
Friedensangebot: Noch mehr Kohle für Matt
Nach dem Gerichtsentscheid haben sich beide Parteien auf einen aussergerichtlichen Deal geeinigt, der noch über das Urteil hinausgeht, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung von Petra Matt und Radio L hervorgeht.
Akzeptanz und keine weiteren rechtlichen Moves
Beide Parteien werden nicht zum Obergericht gehen, was bedeutet, dass das erstinstanzliche Urteil endgültig ist. „Beide Parteien haben heute miteinander vereinbart, das Urteil zu akzeptieren und auf weitere rechtliche Schritte zu verzichten“, steht in der Mitteilung.
Teurer Kompromiss: Radio L legt nochmal 75k drauf
Und der Deal kostet Radio L richtig Cash: Der Sender hat sich verpflichtet, zusätzlich zu den vom Gericht angeordneten Zahlungen weitere 75k Franken an Petra Matt zu zahlen. Wie genau sich diese Summe zusammensetzt, wurde nicht weiter ausgeführt. Man hat beschlossen, über den Deal nicht weiter zu quatschen.
Angst vor weiteren Ansprüchen?
Offensichtlich hatte Radio L Schiss, dass Petra Matt weitere Schadenersatzansprüche stellen könnte. Das Gericht hat festgestellt, dass Radio L in vielerlei Hinsicht die Persönlichkeitsrechte von Petra verletzt hat und seine Pflicht als Arbeitgeber massiv vernachlässigt hat. Eventuell könnte Petra Matt weitere Ansprüche aus diesen Vorfällen mit einer weiteren Klage geltend machen, so das Urteil.
Schlussstrich und Fokus auf die Zukunft
Mit dem jetzt erfolgten Deal ziehen beide Seiten einen Schlussstrich unter den Streit. Jetzt kann sich der Liechtensteinische Rundfunk darauf konzentrieren, sein Programm und seine Position für die Hörerinnen und Hörer von Radio Liechtenstein weiterzuentwickeln, so die Mitteilung.
Mobbing-Vorwürfe und der wahre Grund für die Kündigung
Die langjährige Radiojournalistin Petra Matt hatte im Herbst 2022 zusammen mit einer weiteren Mitarbeiterin eine Mobbingbeschwerde gegen ihre Chefs eingereicht. Der Verwaltungsrat von Radio L hat die Beschwerde im Februar 2023 jedoch abgeschmettert und Petra Matt gefeuert. Petra Matt hat wegen der missbräuchlichen Kündigung geklagt und das Landgericht hat ihr ein Jahr später voll Recht gegeben: Die Gründe für die Kündigung waren nur vorgeschoben. Der echte Grund war, dass der damalige Verwaltungsratspräsident von Radio L, Roman Banzer, Petra Matt loswerden wollte, und das schon als die Mobbingbeschwerde reinkam, so das Gerichtsurteil.
