Ortsbildschutz, yes, aber nicht bei mir, digga

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Die Message von Dr. Ospelt

„Alle wollen ein schönes Ortsbild mit Natur, nur nicht da, wo sie bauen wollen“, das hat der Dude Dr. Ospelt dropped in seinem neuen Kabarett „Bauverordnung tanzen“. Das Ganze basiert auf eigenen Erfahrungen, kein Witz!

Beginn mit nem Schmäh

Der ganze Gag startet chillig. Dr. Ospelt kommt mit grimmigem Face auf die Bühne, setzt sich ans Klavier und singt: „Ich bau mir ein Schloss“ und weiter „du wirst schon sehen, bald bin ich reich“. Dann erklären sie dem Socialmedia-Publikum via Video, dass sie in die Erwachsenenbildung rutschen, weil sie „Vorarlberger ersetzt“ wurden. Deshalb gründen sie ihre eigene Firma „Eba, scho“.

Abstecher in die USA

Dann kommt der Part, wo sie in den USA in ’ner konservativen Uni sind – komplett mit Triesenberger und Vaduzer Dialekt und amerikanischem Akzent. Sie leiten über zu Politikern, die „wie Helikoptereltern die Wähler vor Problemen beschützen“ und die dadurch zu verhaltensgestörten Wählern führen würden. „Das ist nicht übertriebener als das, was täglich in den Forumsbeiträgen der Zeitungen steht“, so Ospelt zu seinem Bro Schädler.

Bauen in der Oligarchie

Nach 20 Minuten fragt sich das Publikum: Wo bleibt das Bauen? Nach einem Kennenlernspiel und einem Exkurs zum Thema Oligarchie, erklären sie den Ablauf des Kurses. Ospelt droppt, dass „Oligarchie das Lieblingswort des Landesfürsten während der Verfassungsdiskussion“ war und dieser mittlerweile gut mit den Oligarchen befreundet ist.

Emotionen und Landschaft

Nach der Pause geht’s zur Sache. „Nichts wühlt die Emotionen mehr auf als alte Bildbände über Liechtenstein“, so Schädler. Sie zeigen Fotos von Baustellen und fragen: „Was ist das Schönste an Liechtenstein?“ Die Antwort: „Die Landschaft“. Aber welche meinen wir? Die von früher oder heute?

Ortsbildschutz und Bauverordnung

Es gibt einen Ortsbildschutz, aber wird er auch angewendet? Sie führen ein Ballett mit Cembaloklängen auf und tanzen dann einen Walzer und einen Tango. „Sie haben es gemerkt, worauf wir hinaus wollen, wenn wir von Bauverordnung tanzen sprechen?“

Die Baulobby und die Landschaft

Im Finale sagen sie, dass die Baulobby wenig Interesse am Ortsbild hat. Es gibt schützenswerte Landschaften, aber sie werden trotzdem bebaut. „Man könnte sich totlachen, wenn es nicht so traurig wäre.“

Die Bauherren und die Politik

Sie zeigen, wie ein Bauherr mit bereits drei Wohnblöcken in der Landwirtschaftszone bauen will. Er wendet sich an einen „Arschitekten“, der einen Schwager beim Gemeindebaubüro hat. Als dieser nicht helfen kann, geht’s weiter zum Vorsteher und zur Politik.

Die Renditebauherren und das Landesbauamt

Sie schließen mit zwei Pamphleten über Renditebauherren. Ein Mitarbeiter des Landesbauamts antwortet auf eine Nachfrage von Ospelt: „Ihre dauerhaften und persönlichen Unterstellungen nehme ich zur Kenntnis. Vorbehalten bleiben mir rechtliche Schritte.“

Das Meisterwerk

Das neue Stück „Bauverordnung tanzen“ ist ein kabarettistisches Meisterstück, das den aktuellen Zeitgeist kritisch unter die Lupe nimmt. Es lässt das Publikum nachdenklich zurück: Ist die Geschichte übertrieben oder ist mehr wahr daran, als man glauben mag?

Noch Tickets verfügbar

Für die Aufführungen heute, 17.11 und 24.11 gibt es keine Tickets mehr. Aber für die Zusatzvorstellung am 23.11. gibt es noch Plätze. Tickets unter www.schloesslekeller.li

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