Onlinepetition will komplettes Feuerwerksverbot im ganzen Land

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(Bild: Laute Böller können Stress bei Tieren auslösen.)

Tier-Drama statt Party-Vibes

Auf einem Gnadenhof in Schaan ist Silvester zero cozy. Statt Raclette und Chillen läuft Krisenmodus: «Fast stündlich sehen meine Familie und ich nach den Tieren und versuchen, sie zu beruhigen.» Feuerwerk ballert schon Tage vorher los, auch direkt neben dem Hof: «Auch auf den an den Gnadenhof angrenzenden Feldern wird Feuerwerk gezündet und der Müll bleibt liegen», so Sandy Ashley Hermann.

Feuerwerk als Hardmode für Tiere

Die Tierschützerin listet die Damage-Bilanz: «Jedes Jahr sterben Vögel, Wildtiere werden in der Winterruhe gestört und verängstigte Tiere laufen weg oder verletzen sich.» Ihr eigener Hund rannte vor einem Jahr panisch weg, wurde erst nach acht Tagen gefunden. In Malbun und anderen naturnahen Spots sei die Situation besonders rough: «Trotz aller Mahnungen scheinen die Menschen die Ruhe und das Wohl der Tiere nicht zu respektieren.»

Petition geht viral

Inspired von Schweizer Verboten in Graubünden startet Hermann eine Onlinepetition für ein landesweites Feuerwerksverbot: «Damit man Mensch, Tier, die Natur und Umwelt vor weiteren Schäden schützen und bewahren kann.» Aus dem Slow Start wird ein Boost: über 1700 Signaturen. Ihr Fazit: «Das zeigt mir, dass andere das gleiche Anliegen teilen und bereit sind, es zu unterstützen.»

Politik-Level und Legal-Labyrinth

Next Step: Landtag. Hermann prüft Petition vs. Volksinitiative. Die Landesebene hat jedoch Limits: Laut Regierung liegt die Nachtruhe bei den Gemeinden, ein nationales Verbot wäre tricky. Ruggells Vorsteher Christian Öhri warnt vor Mini-Verbotsinseln: schwer kontrollierbar, grosser Aufwand. Seine Line: «Vielmehr sollte ein mögliches Feuerwerksverbot oder eine Einschränkung der Feuerwerke nicht in einem Reglement einer einzelnen Gemeinde festgehalten sein, sondern muss in einem nationalen Gesetz Platz finden.» Er feiert Hermanns Engagement, favorisiert aber «klar definierte zeitliche Beschränkungen an einzelnen Anlässen» statt Full-Ban.

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