Olma Vibes in Liechtenstein
Yo, die 80. Ausgabe der Olma geht noch bis Sonntag ab und Liechtenstein ist da, wie immer, voll am Start! Viele Bros und Sis aus dem Fürstentum werden sich nach St. Gallen aufmachen. Ein paar Liechtensteiner Betriebe stellen aus und Doris Frick, die Botschafterin, repräsentiert uns offiziell. Kurz gesagt: Liechtenstein ist ein krasser Teil der Ostschweizer Landwirtschaftsmesse. Oder wie Marlies Amann-Marxer 2016 meinte: «Unser Land ist mehr als eng mit der Olma verbunden. Als Gründungsmitglied sind wir Liechtensteiner Teil davon! Ein bisschen Liechtenstein steckt also in jeder Olma.»
Situation sus, Regierung unbeeindruckt
Aber checkt das: Die aktuellen Schwierigkeiten der Olma lassen die liechtensteinische Regierung kalt. Mehr Kohle in die finanziell angeschlagene Landwirtschaftsmesse zu pumpen? Nope, kein Thema für die Regierung.
Corona, der Gamechanger
Warum die Olma Cash-Probleme hat? Corona, Bro. Statt Gewinne gab’s in den Pandemiejahren 2020 und 2021 fette Verluste. Dann wurde noch eine neue Halle gebaut, was auch nicht gerade billig war. Im August 2022 musste die Messe einen Rettungsplan präsentieren. Der Plan: Die Olma-Messen von einer Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft umwandeln und eine Kapitalerhöhung um 20 Millionen Franken bis Ende 2024.
Transformation und Cash-Flow
Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft wurde im April vollzogen. Und 10 Millionen Franken an zusätzlichem Kapital hat die Messeleitung bereits eingesammelt. Das hat geklappt, weil bisherige Genossenschafter ihre Beteiligungen erhöhten.
Liechtenstein, der OG-Genossenschafter
Liechtenstein ist ein OG-Genossenschafter der Olma. Bis zum April 2023 besass das Land Anteilsscheine im Wert von 244“000 Franken an der Olma-Genossenschaft. Diese Scheine wurden 1:1 in Aktienkapital umgewandelt mit der Transformation der Messe zu einer Aktiengesellschaft.
Keine weitere Beteiligung in Sicht
Die Olma hat Liechtenstein gebeten, die Beteiligung um 15 bis 20 Prozent zu erhöhen. Aber das Ministerium für Inneres, Umwelt und Wirtschaft hat gesagt, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt von einer Kapitalerhöhung «abgesehen werden» soll. Sie haben ihre Beteiligung Anfang 2021 um gut 20 Prozent (44“000 Franken) erhöht und das war ausreichend. Sie sehen es nun an der Wirtschaft und Privatpersonen, weitere Olma-Aktien zu kaufen.
Thanks, but no Thanks
Die Olma-Geschäftsführerin Christine Bolt hätte sich über weitere Unterstützung gefreut. Aber sie sagt: «Wir sind sehr dankbar dafür, dass Liechtenstein seine Beteiligung an den Olma Messen vor wenigen Jahren erhöht hat. Der Entscheid, im Rahmen der aktuellen Kapitalerhöhung keine weiteren Anteile zu erwerben, hat keinen Einfluss auf die jetzige und zukünftige Qualität unserer Partnerschaft.»
