Ohne Wölfe geht es nicht mehr

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Wolf-Level-Up in Liechtenstein

In Liechtenstein wurde erstmals ein genetisch bestätigtes Wolfspaar nachgewiesen. Laut Wildtierbiologe Reinhard Schnidrig ist nun sowohl Nachwuchs als auch ein Weiterziehen möglich. Finde das Paar früh zusammen, bleibe es wohl sesshaft, denn: «Es verhält sich hier wie im gesamten Alpenraum: Der Wolf ist gekommen, um zu bleiben.»

Mini-Land, Maxi-Revier

Ein Rudel brauche 200 bis 300 Quadratkilometer. Schnidrig betont, Liechtenstein sei «als Wolfsgebiet absolut geeignet», sofern sich das Revier in die Schweiz oder nach Österreich ausdehne. Flüsse seien dabei kein Problem.

Konfliktzone Alpsommer

In der intensiv genutzten Kulturlandschaft seien Konflikte «vorprogrammiert». Herdenschutz mit Elektrozäunen, Herdenschutzhunden und guter Behirtung sei Pflicht. Trotzdem gelte: «Ein Nullrisiko gibt es jedoch nicht; es wird Risse an Schafen und vereinzelt auch an jungen Rindern geben.»

Proaktive Wolf-Policy

In der Schweiz würden «mittlerweile an die hundert Wölfe» pro Jahr geschossen, zwei Drittel Jungtiere, die Schäden hätten sich seit 2022 halbiert. Paradox klinge zwar, dass «die rasche Bildung eines Rudels» Schäden minimiere, doch etablierte Rudel seien berechenbarer.

New Normal mit Wolf

Schnidrig hält fest: «Die Kunst ist, allen klarzumachen, dass ‹keine Wölfe haben› keine Option mehr ist.» Herdenschutz sei keine «Pro-Wolf-Strategie», sondern Schutz der eigenen Tiere.

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