M365-Cloud-Hype trifft Behörden
Die Schweizer und Liechtensteiner Verwaltungen setzen jetzt big auf Microsoft 365 und bringen damit ihre Arbeitsplätze auf Cloud-Level. Rund 1’100 Mitarbeitende in Liechtenstein werden aktuell step by step migriert, Budget: knapp drei Millionen Franken. Datenschutz und Souveränität sind dabei aber das Main Topic.
Sicherheits-Vibes und Quotes
Nach dem Move von US-Präsident Trump, als das E-Mail-Konto des Chefanklägers beim Internationalen Strafgerichtshof angeblich von Microsoft gesperrt wurde, ist die Diskussion um «Digitale Souveränität» am Brennen. Anton Carniaux, Microsoft Frankreich: «Microsoft könne nicht garantieren, dass die Daten von europäischen Bürgerinnen und Bürgern vor einem Zugriff seitens der US-Regierung geschützt seien. Dies sei jedoch noch nie zuvor geschehen.»
Risiko-Management am Start
Fabian Schmid vom Amt für Informatik: «Letztlich wurde die All-In-One- Plattform und in der Folge Microsoft 365 aufgrund seiner breiten Funktionsabdeckung […] als bevorzugte Lösung identifiziert.» Trotzdem: Der US Cloud Act bleibt ein Risiko, weshalb auf EU-Data-Boundary, Customer Lockbox, eigene Encryption-Keys und viele Schulungen gesetzt wird. Ein kompletter Switch-out bleibt laut Schmid «anspruchsvoll, aber nicht ausgeschlossen».
