Machbarkeitsstudie zur Energieversorgung
Ende Juli wurde die Studie „Marktautarke Energieversorgung Liechtenstein“ abgehakt. Die Energiekommission hat den 112-Seiten-Klopper durchgeackert. Auf der Regierungswebsite kann man das Ding einsehen, aber Cosmas Malin von Ligen meint, dass es für Laien nicht gerade „leicht verdaulich“ ist. Ziel: Ein cooles, eigenständiges Energiesystem für Liechtenstein, komplett auf erneuerbare Energie.
Dekarbonisierung und Energiemix
Ligen will eine schnelle Dekarbonisierung zu minimalen Kosten und hat den optimalen Energiemix gesucht, basierend auf Daten von 2022 und Annahmen für 2040. Die Vorschläge passen zur Energiestrategie 2030 der Regierung und sollen als Update gelten.
Team 2024 Konzept
Das Endresultat: Konzept „Team 2024“ – Energie nur aus erneuerbaren Quellen mit Windkraft und Photovoltaik. Wind- und Solarenergie sollen 428 GWh pro Jahr liefern. Drei Viertel der Windenergie kommt aus Anlagen im Ausland, z.B. auf der Vorarlberger Alpe Rauz.
Speichersysteme und bi-direktionales Laden
82% der Energie soll direkt genutzt werden, der Rest wird gespeichert. Vehicle-to-Grid-Systeme, in denen E-Autos als Akkus dienen, haben großes Potenzial. Langfristige Speicherung (11%) soll über eine Power-to-Gas-Anlage laufen.
Robustheit und Kosten
Das Konzept verspricht robuste Energiepreise und weniger Abhängigkeit von internationalen Schwankungen. Kosten: geschätzt 667 Mio. CHF, netto 540 Mio. CHF nach Förderungen. Finanziert durch Investoren, das Land, Gemeinden und Bürgergemeinschaften.
Umsetzung und Zukunft
Ligen plant eine Umsetzung in Teilschritten, mit dem Ziel, bis 2032 ein souveränes Energiesystem zu haben. Die Regierung will die Erkenntnisse in ihre Planung einfließen lassen und den Dialog fortsetzen.
