Die Referenda gegen die beiden Energievorschläge haben die fundis bei der Freien Liste ganz schön angefressen. Sie sehen darin ein krasses Down für die Finanzierung der Energiewende. Die Idee war, Leuten mit nicht so viel Cash durch Darlehen zu ermöglichen, ihre Energieversorgung nachhaltiger und langfristig preiswerter zu gestalten. Da dieser Punkt bei den Referenden nicht gezofft wurde, will die Freie Liste das Thema wieder aufs Parkett bringen. «Photovoltaik-Anlagen und andere Energie-Moves sollen speziell auch für die Haushalte finanzierbar sein, die schon heute unter den heftigen Energiekosten leiden. Wir wollen, dass Liechtenstein bei der Energiewende nicht komplett ins Off fährt», so die Message bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Der Initiative-Text lehnt sich an den ursprünglichen Regierungsvorschlag an und soll zur sozialverträglichen Klima- und Energiewende beitragen.
Movement für einen SMARTen Modalsplit
Um das Mobilitätskonzept 2030 aufzupeppen, hat die Freie Liste eine Motion eingereicht. Sie will damit erreichen, dass messbare Ziele festgelegt werden, um den Erfolg der Maßnahmen zu prüfen. Die Motion fordert die Regierung auf, SMARTe Ziele – also spezifische, messbare, attraktive, realistische und terminierte – zu setzen und Maßnahmen zu ergreifen, um bis 2030 einen Modalsplit von 50:50 zwischen Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Halbstundentakt als Basic-Feature
Mit einer weiteren Motion im Mobilitätsbereich will die Freie Liste das Busangebot in Liechtenstein pimpen. Laut FL-Sprecher Patrick Risch sind bisher keine Qualitätsverbesserungen im öffentlichen Verkehr spürbar. Die Busse würden oft im Berufsverkehr stecken bleiben, was zu Verspätungen führt und manchmal sogar das Angebot reduziert. Für Fahrgäste bedeutet das oft, dass sie bis zu 50 Minuten auf die nächste Verbindung warten müssen. «Das ist natürlich mega nervig. Die Regierung wird aufgefordert, das Gesetz Verkehrsbetrieb LiechtensteinMOBIL so zu ändern, dass mindestens ein Halbstundentakt auf allen Linien von Betriebsbeginn bis Betriebsende vorgesehen ist. Nur so kann der öffentliche Verkehr mit dem Auto mithalten.»
