News flashen und überfordern

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(Bild: In der Braustube in Schaan zeigte Ulla Autenrieth neben Marc Risch auf

Digital Overload in der Schweiz

In der Schweiz lag 2025 die durchschnittliche Internetnutzung bei 5,7 Stunden pro Tag, bei 20- bis 29-Jährigen sogar bei 8,4 Stunden daily Screen Time. Beim Jahresapéro der Gewerblichen Industrie Liechtenstein (GIL) stand deshalb Medienkonsum im Fokus. GIL-Sektionspräsident Ivo Zuberbühler betonte: «In welchem Mass, muss jeder für sich selbst entscheiden.»

Content-Flut und Algorithmus-Power

Referentin Ulla Autenrieth, Professorin an der FH Graubünden, erklärte, früher seien Infos zuerst gefiltert und dann publiziert worden – heute droppt jeder jederzeit Content. Auf YouTube werden gemäss ihr pro Minute 500 Stunden hochgeladen. Algorithmen würden als «Sortiermaschinen» gebraucht: «Wir brauchen sie. Denn nur sie können in dieser Flut Struktur bilden. Auch wenn sie nicht nur positiv belegt sind.» Die Theorie der «Filter Bubbles» ersetzte sie mit «Filter-Clash».

News-Avoidance, Demokratie und Mental Health

Autenrieth warnte: «Wer sich der Information entzieht, fehlt der Demokratie.» Jugendliche würden Infos oft wegen unattraktiver Formate skippen, wüssten aber, dass viel Genutztes nicht immer trustworthy ist. Psychiater Marc Risch sieht mehr Zwangs- und Angststörungen sowie «nicht-stoffgebundene Süchte»: «Glück hat auch mit Achtsamkeit zu tun. Und um Glück zu empfinden, müssen wir auch das Unglück kennen.» Seine Empfehlung: 300 Minuten Bewegung pro Woche und soziale Teilhabe.

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