Throwback: Chill Brandschutz-Vibes gone wrong
Im Mai 2025 lief im Landtag noch alles auf «Effizienzsteigerung» und «Deregulierung». Das 1974er-Brandschutzgesetz sollte entschlackt werden, Zuständigkeit von den Gemeinden zum Land verschoben, das Amt für Hochbau und Raumplanung (AHR) als zentrale Brandschutzbehörde übernehmen. Fixe Kontrollintervalle sollten droppen, mehr «Eigenverantwortung des Eigentümers» rein.
Risk-Based statt Regelflut
Einfamilienhäuser und kleine Mehrfamilienhäuser sollten komplett aus der Kontrollpflicht raus. Für andere Bauten waren Intervalle von zwei Jahren für feuergefährdete Gebäude, fünf Jahren für Spitäler und Pflegeheime und zehn Jahren für Büros und Gastronomie in Aussicht. Dietmar Hasler (VU) feierte die Vorlage als «ausgewogen» und «praxisgerecht», nannte die Behörden «stille Schutzengel», deren Vorgaben aber oft als lästig wahrgenommen würden.
Hard Reset nach Wallis-Drama
Nach dem Brand in Crans-Montana mit 40 Toten in der Bar «Le Constellation» steht die Liberalisierung auf Pause. Das Projekt «BSV 2026» wurde per «Marschhalt» gestoppt, «bürokratischer Aufwand ohne Mehrwert» von Martin Seger (DpL) wirkt plötzlich anders. Kritische Stimmen wie Lino Nägele (FBP) und Thomas Rehak (DpL) zu Mieterschutz und Diskotheken-Risiko bekommen neuen Drive. Laut AHR-Mann Andreas Schumacher wird nun geprüft, ob Liechtenstein die Schweizer Normen überhaupt noch übernehmen kann.
