Neue Sprachpflicht für BMS startet, ein Sprachmodul fehlt noch immer

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(Bild: Dass das Versäumnis zu Lasten der Schüler ausfalle

Neue Regeln

Der Landtag hat das neue Berufs­maturitäts-Abkommen mit der Schweiz einstimmig beschlossen. Ab Januar 2027 brauchen Liechtensteiner BMS-Absolventen für ein Schweizer Fachhochschulstudium eine zweite Schweizer Landessprache auf mindestens B1-Level. Die frühere Sonderlösung hatte laut Bildungsminister Daniel Oehry «keine Chance» mehr.

Französisch-Modul verspätet

Ein kostenloses, freiwilliges Französischmodul soll ab Herbst starten: 75 Lektionen Präsenzunterricht plus 45 Lektionen Selbststudium. Für Wirtschaftsstudien ist B2 nötig. Kritik gab es, weil das Modul fast zwei Monate nach Schulstart noch fehlte. VU-Abgeordnete Tanja Cissé fragte: «Wer hat hier geschlafen?» Sie erklärte: «Ich kann nicht gutheissen, dass die BMS-Schüler die verspätete Umsetzung ausbaden sollen».

BMS unter Pressure

Rund 70 Prozent der Berufsmaturanten studierten bisher in der Schweiz, doch erst 20 Prozent interessieren sich fürs Modul; 13 Prozent haben bereits ein Diplom. Oehry nennt das Abkommen eine «pragmatische Lösung». Cissé warnt vor einem «Spagat», bei dem man sich irgendwann die Beine breche. Der Zugang zu Schweizer Hochschulen bleibt trotzdem secured.

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