Mit diesen Moves wird die staatliche Rentenbank auf Vordermann gebracht

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Stiftung Personalvorsorge (SPL) braucht ’ne OP

Unser Regierungschef Daniel Risch hat 2022 kapiert, dass die Pensionskasse der Landesverwaltung ’ne Frischzellenkur braucht, um wieder flott zu werden. Jetzt hat die Regierung ihren Plan ausgepackt, wie die SPL fit für die Zukunft gemacht werden soll.

Was wird das kosten?

Die Kosten für das Rettungspaket sollen bei 70,2 Millionen Franken liegen, wovon 58,1 Millionen vom Land getragen werden. Außerdem steigen die jährlichen Sparbeiträge um etwa 1,9 Millionen Franken.

Wie steht’s um die Darlehen?

Neben den Kosten wird es auch um die Umwandlung von Darlehen in Eigenkapital der SPL gehen. Das macht den Deckungsgrad der SPL besser, da die Darlehen aktuell als Fremdkapital behandelt werden und nicht in die Berechnung des Deckungsgrades einfließen. Diese Umwandlung der Darlehen (93,5 Millionen Franken, Land: 77 Millionen Franken) passiert ohne Liquiditäts- und Erfolgsveränderungen.

Die Probleme der SPL

Warum hat die SPL Probleme? Weil ein Teil des Vermögens der aktiven Versicherten (also die Leute, die noch arbeiten) in den letzten zehn Jahren an die Rentner verteilt werden musste, damit die ihre versprochenen Zahlungen bekommen. Die unerwünschte Umverteilung von den Aktivversicherten zu den Rentnern hat ein nicht mehr tragbares Ausmaß angenommen und ist über 100 Millionen Franken gestiegen. Ohne entsprechende Maßnahmen wird die Umverteilung in den nächsten Jahren unvermindert weitergehen. Daher muss das Problem jetzt angegangen werden.

Was ist das Ziel?

Das Ziel der Maßnahmen soll es sein, die unerwünschten Umverteilungen von den Aktivversicherten zu den Rentnern zu beseitigen und die bisherigen Umverteilungen teilweise auszugleichen. Außerdem soll die SPL so ausgestaltet werden, dass sie in Zukunft variabler auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren kann, damit das Vorsorgeniveau nicht weiter abgesenkt werden muss.

Die geplanten Maßnahmen

Die Regierung schlägt vor, eine geschlossene Rentnerkasse für Renten, die vor dem 30. Juni 2014 gesprochen wurden, zu schaffen. Dadurch würden zukünftige Umverteilungen vermieden und die Risikofähigkeit des verbleibenden offenen Vorsorgewerks verbessert. Eine weitere Maßnahme ist die Schaffung einer variablen Rente. Der Vorteil beim variablen Rentenmodell liegt darin, dass in Jahren mit gutem Anlageerfolg am Erfolg partizipiert werden und so die Rente in diesen Jahren höher ausfallen kann. In Jahren ohne variable Zusatzrente nimmt der Rentner eine im Vergleich zur fixen Rente tiefere Rentenzahlung in Kauf.

Weitere Maßnahmen

Auch zwischen den Rentnern, die nach 2014 im Beitragsprimat ihre Rente angetreten haben, sowie den Aktivversicherten fanden unerwünschte Umverteilungen statt. Diese sollen durch eine Ausfinanzierung der bestehenden Renten zumindest teilweise beseitigt werden. Schlussendlich soll durch die Erhöhung der Sparbeiträge das Leistungsziel verbessert werden. Diese Maßnahme verursacht sowohl bei den Aktivversicherten wie auch bei den Arbeitgebern Mehrkosten, ist aber aus Sicht der Regierung notwendig, um den Versicherten der SPL langfristig eine angemessene Rente in Aussicht stellen zu können.

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