PGR im Update-Check
Das liechtensteinische Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) wird 100 Jahre alt. Trotz wachsendem Regelwerk sieht Rechtsprofessorin Alexandra Butterstein keinen automatischen Reform-Alarm: «Das Alter eines Gesetzes sagt wenig über seine Wettbewerbsfähigkeit aus.»
Mehr Regeln, mehr Komplexität
Der Textumfang stieg vor allem wegen des EWR-Beitritts und EU-Richtlinien. Das ist europaweit Standard, kann aber bei Stiftung und Anstalt für weniger Rechtssicherheit sorgen. Eine Totalrevision mit neuer Struktur steht zur Debatte.
Kein Schnellschuss
Butterstein unterstützt eine breit besetzte Arbeitsgruppe, warnt aber vor einem Hauruck-Move: «Es sollte hier allerdings nichts überstürzt werden und vielmehr versucht werden, eine praxistaugliche Lösung im Sinne der Rechtssicherheit zu finden.»
Token-Game läuft
Mit dem TVTG ist Liechtenstein bei Token-Regeln early dabei. Gesellschaftsanteile können rechtssicher tokenisiert werden; Stiftungen dürfen Kryptounternehmen, Kryptoprojekte und Kryptowerte abdecken. Grenzen zeigen sich bei DAOs: Rein virtuelle Strukturen könnten künftig punktuelle Gesetzes-Updates brauchen.
