Menschen sollen Wildtierunterführung meiden

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(Bild: 20 Meter breit

Wildlife-Tunnel-Project in Nendeln

Beim Ortseingang Nendeln soll ein Wildtier-Tunnel entstehen – ein long awaited Fix für den Wildtierkorridor. LGU und Jägerschaft sind grundsätzlich on board, gleichzeitig bleibt der Big Question Mark: Nutzen Hirsche und Co. die Röhre überhaupt?

Bridge vs. Tunnel – der Deal

In der Variantenstudie hat die Unterführung die Wildtierbrücke outperformed. Elias Kindle, Geschäftsführer der LGU, hält fest: «Im Grundsatz wird davon ausgegangen, dass Brücken zielführender sind als Unterführungen.» Wegen Topografie und Landscape-Vibes erscheint der Tunnel aber «zweckmässig». Die Strasse liegt auf einem Damm, die Unterführung lässt sich easy integrieren, während eine Brücke massive Aufschüttungen gebraucht hätte. Mit 5 Metern Höhe und 20 Metern Breite soll das Bauwerk auch fürs Rotwild passen.

No-Human-Zone und harte Regeln

Key Issue sind Human Disturbances. «Insbesondere Spaziergänger mit Hunden können dazu führen, dass das Wild die Querung gänzlich meidet.» Das Amt für Umwelt muss bis 30. Juni 2026 Begleitmassnahmen liefern, inklusive möglicher Wegaufhebungen und «klarer Besucherlenkung». Die Jägerschaft fordert das Aufgeben von Wegen in Schutzgebieten, die LGU ein generelles Jagdverbot im 400-Meter-Radius: «Aber es reicht ein einziger Jäger, der sich dessen nicht bewusst ist, um die Unterführung für das Wild zur Gefahrenzone werden zu lassen.»

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