Menschen nutzen 700 Meter Schlauch gegen die Dürre

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(Bild: Florian Walker (l.) und Patrick Nigg (r.) sind bei der Bewässerung auf Wasser aus nur einem Hydranten angewiesen.)

Dürre-Alarm in Balzers

In Balzers ist um 18 Uhr „Wasser-Time“ für die Farmers Patrick Nigg und Florian Walker. Wegen der Dürre ist Bewässerung nur von 18 bis 9 Uhr erlaubt, Wasser aus Bächen ist tabu – ausser Alpenrhein und Binnenkanal ab Vaduz. Bleiben Hydranten, was für Hate sorgt: «Wir bekommen oft zu hören, dass wir Trinkwasser verschwenden.» Für die beiden ist klar: «Für die Landwirtschaft gibt es keine Alternative: Entweder wir bewässern, oder unsere Ernte verdorrt.» Nigg stellt klar: «Das ist keine Profitgier, sondern Ernährung.»

Kosten, Meterware und Bürokratie

Das Wasser läuft über zwei Wasserzähler, beantragt beim Wasserwerk. Anschluss: 200 Franken, jede Woche pro Zähler 50 Franken. «Dass wir für das Wasser zahlen, ist für uns selbstverständlich.» Statt ständig umplatzieren zu lassen, legen die beiden hunderte Meter Schlauch, teils bis 700 Meter, obwohl ein näherer Hydrant existiert.

Hitze-Pressure und Futter-Crisis

Brokkoli-Setzlinge, Karotten, Wiesen und Mais leiden unter Föhn, Kiesböden und Regen-Defizit. «Wir schauen zu, wie der Mais langsam eingeht und dürfen nichts dagegen unternehmen.» Nigg warnt vor teurem Futter-Import und möglichen Exportstopps: «Ein Jahr können wir verkraften. Ein zweites wäre katastrophal.»

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