Mehr Länder bieten jetzt Gratis-Verhütung an

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Antibabypille als sehr beliebte Verhütungsmethode (Bild: Keystone)

Pilotprojekt in Vorarlberg

Am 1. Oktober 2024 geht’s in Vorarlberg los: Ein Pilotprojekt für kostenlose Verhütungsmittel startet. Auch in der Schweiz wird das Thema immer wieder im Parlament diskutiert, aber bisher immer abgelehnt. In Luxemburg sind fast alle Verhütungsmittel seit April 2023 kostenlos, in Italien gibt’s die Antibabypille ebenfalls seit April 2023 gratis und in Deutschland übernimmt die Krankenkasse seit 2020 die Pillenkosten bis zum 22. Lebensjahr. In Frankreich gibt’s kostenlose Kondome für 18- bis 26-Jährige.

Liechtenstein und Verhütung

Das Thema Verhütungsmittel schwappt auch nach Liechtenstein über. Das Ministerium für Gesellschaft und Kultur beobachtet das Projekt in Vorarlberg, plant aber derzeit nichts ähnliches. Die Freie Liste hat 2023 in ihrem Magazin Weiss bereits gefragt, ob Verhütungsmittel auch in Liechtenstein kostenlos sein sollten, mit der Begründung: „Reproduktive Rechte und grundlegende Bedürfnisse eines Menschen.“

Vorarlbergs Initiative

Im Pilotprojekt in Vorarlberg sollen ab dem 1. Oktober rund 3500 Frauen kostenlose Verhütungsberatung und Verhütungsmittel für ein Jahr erhalten. Das Gesundheitsministerium stellt dafür fast eine Million Euro bereit. Laut Rauch ist das Ziel, Verhütungsmittel in ganz Österreich kostenlos zu machen.

Schweizer Blockade

In der Schweiz ist das Thema nicht neu, aber erfolglos. Ende 2023 reichte die SP eine Gesetzesinitiative mit 6731 Unterschriften ein, 1200 mehr als benötigt. Die SP fordert kostenlose Verhütung in Genf und später im ganzen Land. 2013 wurde eine ähnliche Initiative der Grünen Fraktion im Nationalrat abgelehnt, ebenso 2022 eine Initiative der SP. Laut dem Verhütungs-Atlas Europa 2024 bleibt der Zugang zu modernen, effektiven und bezahlbaren Verhütungsmitteln eine Herausforderung.

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