Eschen
Die Pfarrkirche St. Martin in Eschen bekam 1893/94 ein Neugotik-Upgrade und ersetzte das zu kleine Vorgängerhaus. Erstbeleg: Reichsurbar um 850. Bis 1838: Kloster Pfäfers; 1840 übertrug der Kanton St. Gallen die Kollatur ans Fürstentum Liechtenstein.
Kapellen
Kapellen via eigene Stiftungen: Nendeln (St. Sebastian und Rochus) 1686 gebaut, 1936 für neue St.-Sebastianskirche abgerissen. Rofenberg: Altarstein 1609, evtl. spätes 14. Jh.; Pilgerweg Vorarlberg–Einsiedeln; Gericht Schellenberg 1573–1808, Landsgemeindeplatz «Untere Landschaft», Todesurteile inkl. Barbara Erni alias Goldene Boos.
Martin
St. Martin: 316/17 in Ungarn geboren, Jugend in Italien; römischer Offizier, Mantel-Split bei Amiens; «Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan». Priesterweihe durch Hilarius von Poitiers; um 360 erstes Kloster Galliens; gestorben 8.11.397 in Candes, beerdigt 11.11. in Tours.
Rochus und Sebastian
Rochus: adliger Italiener, Ex-Medstudent; pflegte Pestkranke, verteilte Vermögen; selbst erkrankt, Hund leckte Wunden, brachte Brot; gilt als Pestheiliger, Schutzpatron der Hunde. Sebastian: Offizier unter Diokletian; Pfeilhagel überlebt, später zu Tode gepeitscht; Lucina bestattete ihn; Grab: San Sebastiano fuori le mura; Reliquien 680 nach Pavia, Pest erlosch; Patron u. a. für Bogenschützen, gegen Pest, Aids.
