Mario Frick als YB-Coach? Die Sport-Community ist am Spekulieren!

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YB kickt seinen Coach

YB hat genug. Nach dem 0:1 gegen FCZ, der dritten Pleite am Stück, kickt der Meister seinen Coach Raphael Wicky. Steve von Bergen, der Sportsboss, meint zu CH Media: «Es ist Zeit für ’nen Tapetenwechsel. Das Team braucht neuen Drive.»

Es war abzusehen

Die Trennung kam nicht überraschend. YB wirkte schon seit der Winterpause nicht wirklich on point. Nachdem sich die Mannschaft anfangs noch irgendwie zum Sieg gezockt hatte, waren jetzt auch die Ergebnisse mies. Drei Niederlagen in Folge, inklusive dem Cup-Aus, besiegelten Wickys Schicksal. Solch eine Loser-Streak gab es in der Spycher-Ära (seit Herbst 2016) nur einmal.

Die Entscheidung

Noch am Sonntagabend, nach der Heimreise aus Zürich, trafen sich von Bergen und Wicky zur Analyse. Die Gedanken an eine Trennung reiften. Sie entschieden, alles noch einmal zu pennen. Am Montagmorgen trafen sie sich wieder. Mit dem Outcome: Sie gehen getrennte Wege.

Trennung mit Stil

Es ist eine Trennung mit Stil. Wicky verabschiedet sich mit ein paar Worten vor dem Training von der Crew. Er sagt: «Ich bin stolz auf die Erfolge, die wir zusammen erreicht haben. Trotz vorzeitiger Trennung werde ich die Zeit bei YB in sehr guter Erinnerung behalten. Die Emotionen, die wir gemeinsam erleben durften, werde ich nie vergessen.» Sportchef von Bergen sagt: «Gerade jetzt tut die Trennung sehr weh, es sind viele Emotionen im Spiel. Aber mit etwas Abstand werden wir uns vor allem an die vielen schönen Momente erinnern.»

Wickys Erfolge

Wicky übernahm YB im Sommer 2022. Er führte die Mannschaft in seiner ersten Saison gleich zum dritten Double der Vereinsgeschichte. Danach gelang unter seiner Führung auch der Einzug in die Champions League. Nicht nur, aber auch wegen Wicky und seinem straighten Fussball. Das Wicky-YB zeigte in den 20 Monaten immer dann die besten Ergebnisse, wenn es wirklich drauf ankam.

Verlorene Stärke

Diese Stärke ist in den letzten Wochen komplett flöten gegangen. Sowohl im Top-Duell gegen Servette als auch im Cup-Viertelfinal gegen Sion war YB grottenschlecht. Die Niederlage in Zürich war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. YBs Bosse haben definitiv den Glauben daran verloren, dass Wicky den Meistertitel irgendwie nach Hause bringt. Es bleibt nur noch ein einziger Punkt Vorsprung gegenüber dem formstarken Servette (sechs Siege in den letzten sieben Spielen).

Übergangsweise übernimmt Joël Magnin

Übergangsweise übernimmt nun U21-Trainer Joël Magnin das Team. «Wir haben in letzter Zeit die YB-DNA etwas verloren. Joël ist schon sehr lange im Club, und darum glauben wir, dass er uns wieder auf Kurs bringt», sagt Sportchef von Bergen. Aber Magnin bleibt nicht für immer. YB wird im Sommer, unabhängig von den Ergebnissen, einen neuen Trainer haben. Von Bergen sagt: «Das haben wir so besprochen und auch offen kommuniziert.» Eine vorzeitige Übernahme des neuen Trainers vor Saisonende ist nicht geplant.

Wer wird der neue Trainer?

Schon am Montagmorgen sind die ersten Bewerbungen bei YB eingetroffen. «So läuft das in diesem Business», sagt von Bergen und lacht. Alain Geiger und Lucien Favre sind die ersten Namen, die rumgehen. Sowohl Fußballphilosophie als auch Zweisprachigkeit würden passen, YB ist ja traditionell frankofon geprägt. Auch FCL-Trainer Mario Frick könnte eine Chance haben, seine Arbeit mit jungen Spielern überzeugt. Freiburgs U23-Trainer Thomas Stamm wäre einer der Top-Favoriten – falls er denn will. Dasselbe gilt für Urs Fischer, der sieht seine Zukunft aber in Deutschland. GC-Trainer Bruno Berner träumt von Bern, seine Arbeit mit GC spricht aber nicht gerade für ihn.

Und was passiert mit Wicky?

Es kann gut sein, dass Wicky irgendwann beim FC St.Gallen landet. Schließlich ist der neue Sportchef Roger Stilz ein alter Kumpel aus Hamburger Zeiten.

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