Marina Viotti flasht mit krasser Vielfalt und viel Naehe

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(Bild: Marina Viotti überzeugte mit einer stimmlichen Vielseitigkeit

Boundary-Push im Konzertsaal

Im Peter-Kaiser-Konzertsaal in Nendeln lieferte Mezzosopran-Star Marina Viotti am Donnerstag ein Konzert, das straight up Genre-Limits gesprengt hat. Auf Einladung der Musikakademie mixte sie mit Pianist Todd Camburn klassische Liedkunst mit Theater-Vibes, Humor und Hardcore-Style-Switches – alles dramaturgisch zu einer Story verbunden.

Setlist mit Culture-Clash

Der Einstieg lief mit William Bolcoms «Toothbrush Time», dann folgten Opern-Hits wie «Près des remparts de Séville» und die «Habanera» aus Bizets Carmen. Später switchte das Programm zwischen Oper, Chanson und Weltmusik: Erik Saties «Je te veux», Strauss’ «Ich lade gern», «Dos Gardenias» und «Cry Me a River» sorgten für Mood-Swings von cozy bis jazzig.

Performance und Crowd-Reaction

Viotti moderierte mit kurzen, ironischen Comments, suchte „nach dem passenden Gegenüber, nach Nähe, Distanz und Sehnsucht“. Die Offenbach-Nummer «Ah, quel dîner je viens de faire» mit zwei Statisten zog die Crowd hörbar mit. Trotz krankheitsbedingter Vorwarnung blieb die Stimme stabil. Der anhaltende Applaus führte zu mehreren Zugaben, final gekrönt von Irving Berlins «White Christmas» als warmer Season-Closer.

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