Marderhund zum ersten Mal sicher nachgewiesen

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Flauschig und niedlich

Marderhund-Spotting in Liechtenstein

Vor 15 Jahren fand man in Graubünden den ersten Marderhund, nun ist der flauschige Neozoe auch in Liechtenstein gesichtet worden. Zwei Jogger entdeckten damals ein totes Tier auf den Steigwiesen, Opfer eines Hundes und schwer von Zecken befallen. Vor kurzem posteten die Jäger von Eschner Riet stolz auf Facebook, dass ein Kollege einen Marderhund erlegt hat – die erste offizielle Sichtung im Land.

Invasive Spezies Alert

Obwohl diese Tiere süß aussehen, sind sie invasive Neozoen, wie Waschbären und asiatische Marienkäfer. „Auch wir sind der Meinung, dass sich eingeschleppte Arten nicht weiter verbreiten sollen“, so die Eschner Jägerschaft. Diese Allesfresser gefährden lokale Arten wie Feldhasen und Bodenvögel. Die Jagd auf sie ist gesetzlich vorgeschrieben, um heimische Ökosysteme zu schützen.

Von Asien nach Europa

Der Marderhund stammt ursprünglich aus Asien und wurde im 20. Jahrhundert in Russland für Pelzfarmen eingeführt. Einige entkamen und verbreiteten sich über Osteuropa bis nach Liechtenstein. Diese scheuen, nachtaktiven Tiere sind bei der Nahrung nicht wählerisch und leben monogam. In der Schweiz gibt es jedoch keine Hinweise auf eine Fortpflanzung.

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