Managed-Care-Modelle könnten die Gesundheitskosten droppen

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Medienkonferenz: Studie Gesundheitswesen Liechtenstein

Studie zu Gesundheitskosten

Die Stiftung Zukunft.li hat in ihrer neuesten Studie das Kostenwachstum im Gesundheitswesen unter die Lupe genommen. Die Empfehlung: Managed-Care-Modelle einführen.

Managed-Care-Modelle

In diesen Modellen übernehmen Ärztenetzwerke oder Hausärzte die Steuerung der Patientenversorgung. Die Krankenkassen schließen Verträge mit diesen Netzwerken ab, die Qualität, Effizienz und Patientenzufriedenheit sicherstellen. Ein Kostendach pro Patient ist zentral – wird es überschritten, zahlen die Ärzte zurück; wird es unterschritten, gibt es Boni.

Patientenverpflichtung und Prämien

Versicherte können sich verpflichten, zuerst ein Ärztenetzwerk aufzusuchen, anstatt selbst Spezialisten zu wählen. Dafür gibt’s reduzierte Krankenkassenprämien.

Schweizer Erfahrungen

Thomas Lorenz von Zukunft.li verweist auf die Schweiz: Managed-Care-Modelle haben dort die Behandlungsqualität erhöht und die Kosten gesenkt. Ein Beispiel: Behandlungskosten lagen bei Ärztenetzwerken um 36% und bei Hausärzten im Managed-Care-Modell um 28% niedriger. Drei Viertel der Versicherten nahmen freiwillig an solchen Modellen teil, um Prämien zu sparen.

Hürden in Liechtenstein

Managed-Care-Modelle wären rechtlich möglich, aber die strikte Bedarfsplanung blockiert. Nur bestimmte Gesundheitsdienstleister dürfen mit der Obligatorischen Krankenversicherung (OKP) abrechnen. Laut Lorenz muss diese Planung gelockert werden, um Managed-Care-Modelle zu fördern.

Fazit

Lorenz betont: „Wenn immer über die hohen Gesundheitskosten geklagt wird, muss man auch bereit sein, etwas zu ändern.“ Wie das bei den Ärzten und Versicherten ankommt, bleibt abzuwarten.

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